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Peugeot zeigt neues Hightech-Cockpit

20.04.2016

Zweite Generation des i-Cockpits bekommt wieder manuelle Tasten.

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© Peugeot
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Mit dem Marktstart des aktuellen 308 im Jahr 2012 ging bei Peugeot auch die Einführung des sogenannten i-Cockpits einher. Mittlerweile setzen zahlreiche weitere Modelle des Herstellers wie 208 und 2008 auf das ungewöhnliche Layout mit extrem kleinen Lenkrad, darüber angeordneten Instrumenten und Touchscreen in der Mittelkonsole. Und nun zeigen die Franzosen, wie das i-Cockpit in Zukunft aussehen wird. Dabei zeigt sich, dass sich Peugeot auch die Kritik zu Herzen nahm. Denn während das Design mit dem nahezu kompletten Verzicht auf mechanische Tasten gefällt, kann die Bedienung nicht restlos überzeugen. Fast alle Funktionen sind nämlich im Touchscreen gebündelt, was teils extrem kompliziert ist. So muss man beispielsweise um die Temperatur der Klimaanlage zu ändern, ein separates Menü öffnen. Das ist vor allem unpraktisch, wenn man gleichzeitig das Navigationssystem verwendet, da die Kartenansicht dann nicht mehr sichtbar ist. Wir könnten noch zahlreiche solcher Beispiele aufzählen. In unseren Tests haben wir ebenfalls mehrmals darauf hingewiesen, dass es besser wäre, wichtige Hauptfunktionen wie Klimaanlage, Radio oder Sitzheizung aus dem Touchscreen-System auszulagern und sie über herkömmliche Tasten zu bedienen. Künftig dürfte das auch wieder so sein.

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Virtuelle Instrumente und Head-up-Display mit gestochen scharfer Grafik.

Bekanntes und Neues
Mittlerweile haben sich über 2,2 Millionen Kunden für einen Peugeot mit i-Cockpit entschieden. Aus diesem Grund können die Entwickler auf ein großes Feedback zurückgreifen. Und die Rückmeldungen flossen nun auch in die Entwicklung einer neuen Generation des „intelligenten Cockpits“ ein. In diesem sind neben allen bekannten Elementen auch neue enthalten. Aktuell handelt es sich zwar nur um ein Konzept, doch bis zum Serieneinsatz dürfte sich nicht mehr allzu viel ändern.

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In der Mittelkonsole befindet sich eine Funktionsleiste mit Kippschaltern.

Leiste mit Kippschaltern
Das noch kompaktere, neu gezeichnete Lenkrad ist oben und unten abgeflacht. Somit soll es besseren Griff bieten und erweitert das Sichtfeld sowie die Beinfreiheit des Fahrers. Das neue Head-up-Display verfügt über eine 12,3 Zoll hochauflösende Digitalanzeige. Darüber hinaus gibt es ein nahezu beliebig einstellbares und personalisierbares Kombiinstrument. Es kann sämtliche Informationen, die der Fahrer benötigt und direkt in seinem Blickfeld haben möchte, anzeigen.  Der auf der Mittelkonsole angebrachte 8-Zoll-Touchscreen mit kapazitiver Technologie soll eine deutlich schnellere Reaktionsfähigkeit bieten und intuitiver bedienbar sein. Völlig neu ist die in der Studie verbaute Leiste mit verchromten Kippschaltern unter dem Touchscreen. Hier könnten in der Serie Funktionstasten für Radio, Klima und Co. zum Einsatz kommen.

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Der Touchscreen bietet eine Diagonale von 8 Zoll.

Technisch am neuesten Stand
Natürlich hat Peugeot in sein Hightech-Cockpit auch alle verfügbaren Technologien verbaut. Zu den Highlights zählt u.a. eine vernetzte 3D-Navigation mit Sprachsteuerung. Sie bietet vom Verkehrsaufkommen abhängige Alternativrouten in Echtzeit. Die Navigation und die Richtungsangaben können zudem in das Kombiinstrument eingespielt werden. Telefonieren soll dank Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung sicherer werden. SMS können automatisch verwaltet werden (Lesen, Senden). Volle Konnektivität ist mit Technologien wie  MirrorLink (Smartphone-Inhalte werden auf den Touchscreen gespiegelt) sowie Apple CarPlay und Android Auto ebenfalls gegeben.

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Das Kombiinstrument kann auch Navi-Inhalte anzeigen.

Fazit
Peugeot will mit dem neuen i-Cockpit nicht nur technologische Maßstäbe setzen. Es soll zudem für einen extrem hochwertigen Eindruck sorgen, den man aktuell nicht einmal aus höheren Fahrzeugklassen kennt. Darüber hinaus sollen der Komfort und die Sicherheit weiter steigen. Wann das „i-Cockpit 2.0“ erstmals zum Einsatz kommt, haben die Franzosen noch nicht verraten. Es ist aber gut möglich, dass wir es bereits beim neuen 3008, der noch in diesem Jahr startet, sehen werden. Künftig dürfte es dann auch in 308, 508, etc. zum Einsatz kommen.

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