Interaktives Auto-Licht

VW zeigt neue Hightech-Scheinwerfer

18.10.2018

Innovative Lichttechnologien sollen für mehr Sicherheit sorgen.

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In den letzten Jahren hat sich bei der Lichttechnik für Autos enorm viel getan. Mittlerweile sind wir bei den Scheinwerfern bei der Matrix-LED- und Laser-Technologie angekommen und bei den Rückleuchten setzen immer mehr Hersteller auf LED- bzw. OLED-Technologie. Dennoch ist bei den Entwicklungen in diesem Bereich (noch) kein Ende in Sicht.

© Volkswagen

Kommunikation mit der Umgebung

So hat nun  Volkswagen  in einem eigenen Workshop Einblicke in seine zukünftigen Lichttechnologien gewährt. Dabei wurde klar, dass bei der Weiterentwicklung vor allem ein Plus an Sicherheit im Mittelpunkt steht. In absehbarer Zeit werden die Leuchtquellen eines Fahrzeugs sogar Informationen auf die Straße und als 3D-Hologramme in den virtuellen Raum projizieren können. Die Lichtsysteme von morgen werden also mit ihrer Umgebung aktiv kommunizieren.

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Neue Technik für aktuelle und künftige Modelle

Um die angestrebten Ziele Schritt für Schritt zu erreichen, werden zum einen die Lichtfunktionen der Autos von heute weiterentwickelt und damit die Verkehrssicherheit im Hier und Jetzt optimiert. VWs aktueller Höhepunkt dieser Entwicklung sind die „IQ.-Light - LED-Matrixscheinwerfer“ im neuen Touareg . Zum anderen haben die Lichtdesigner und -ingenieure die Zukunft im Blick. Denn die (teil)autonom fahrenden Autos von morgen werden die Verkehrsteilnehmer mit neuen Situationen im Alltag konfrontieren – etwa dem dann mitunter fehlenden Blickkontakt zum Fahrer.

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Mikropixel-HD-Scheinwerfer

Hier kommen deshalb völlig neue, interagierende Lichtfunktionen ins Spiel. Zu den neuen Lichtsystemen werden Mikropixel-HD-Scheinwerfer mit bis zu 30.000 Lichtpunkten und High-Performance-LED-Scheinwerfer als Alternative zum Laserlicht gehören. Die Mikropixel-HD-Scheinwerfer werden dabei Informationen direkt auf die Straße projizieren und sollen damit die Sicherheit weiter verbessern.

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Nützliche Infos auf Fahrbahn projiziert

Auf diese Art und Weise sollen auch neue Assistenzsysteme wie „Optical Lane Assist“ realisiert werden können. Bei diesem System werden durch die Scheinwerfer Fahrspuren vor das Fahrzeug projiziert, über die der Fahrer – etwa in Baustellen – genaue Hinweise auf die Breite zum Beispiel des Touaregs (inklusive Anhänger) und den Abstand zu den Fahrbahnbegrenzungen erhält. Die Fahrspuren folgen dabei auch den Radien von Kurven. Solche Lichtfunktionen werden derzeit mit den HD-LCD-Scheinwerfern erprobt.

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Interaktive Rückleuchten

Neue Systeme wie sogenannte Matrix-SBBR-Leuchten sollen auch die Rückleuchten auf ein neues Niveau hieven. Über diese Leuchten sollen dort unter anderem Warnhinweise in die Rückleuchten integriert werden, um so zum Beispiel via Car-to-Car-Kommunikation gefährliche Situationen wie ein Stauende zu entschärfen. Das Rangieren hingegen soll durch neue Assistenzfunktionen wie dem mit Mikrolinsen arbeitenden „Optical Park Assist“ sicherer werden. Bei diesem System wird der Rangierweg auf die Fahrbahn projiziert, um Passanten auf das Einparken hinzuweisen.

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Eigener Lichttunnel für die Entwicklung

Um die neuen Technologien möglichst schnell auf die Straße zu bringen, hat Volkswagen ein eigenes Licht-Kompetenzzentrum im Werk Wolfsburg eröffnet. Im Bereich der „Forschung & Entwicklung“  ist ein 100 Meter langer, 15 Meter breiter und fünf Meter hoher Lichttunnel in Betrieb. Auf einer Straßennachbildung werden in diesem Tunnel die Lichtsysteme von heute, morgen und übermorgen getestet.

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