Rating-Agenturen

Heute droht uns der Triple-A-GAU

15.11.2011

Internationale Rating-Agenturen haben Österreich geprüft.

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© APA/ROBERT JAEGER
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So nervös und hektisch hat man Österreichs Regierungsspitze noch selten gesehen. Was für ein Auftritt gestern Abend in der ZiB 2: Kanzler Faymann und Vize Spindelegger werden gemeinsam zugeschaltet, stehen nebeneinander wie Schulbuben in Erwartung eine "Flecks", die Stimmen sind dünn.

Man merkt: Hier haben zwei offen Panik. Warum?

Weil Österreich heute das "Triple A", das Zeichen für höchste Kreditwürdigkeit, verlieren könnte. Wird das "AAA" von den internationalen Rating-Agenturen auf "AA+" gesenkt, muss der Staat für neue Kredite künftig Milliarden mehr ausgeben.

Faymann beruhigt:
Der Kanzler spielt die Dramatik herunter: In der ZiB 2 sagte er, dass Österreich unter Beobachtung der Rating-Agenturen und Märkte sei und schauen müsse, "nicht in die Gefahrenzone zu kommen".

Spindelegger überrascht:
Dass der Beschluss über Nacht gefasst wurde, begründete Spindelegger so: "Es ist gut, wenn die Politik mit Überraschungen aufwarten kann."

Die Verzinsung für österreichische Staatsanleihen stieg am Montag um 1,45 %weiter an. Sie liegt nun bei 3,42 %für 10-Jahres-Anleihen-Rekord.

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