Geschäftsjahr 2025
Post AG: Rückgang beim Umsatz und beim Ergebnis
12.03.2026Die Österreichische Post musste 2025 beim Umsatz und beim Ergebnis einen Rückgang hinnehmen.
Das Betriebsergebnis (Ebit) ging im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 196,9 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verzeichnete einen Rückgang von 2,2 Prozent auf 413,3 Mio. Euro. Der Umsatz reduzierte sich um 2,6 Prozent auf 3,04 Mrd. Euro. Das Ergebnis je Aktie (EPS) sank von 2,04 auf 1,96 Euro.
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Allerdings gab es ein deutliches Plus beim operativen Free Cashflow von 10,3 Prozent auf 280,1 Mio. Euro. Das Eigenkapital lag mit Jahresende 2025 bei 767,6 Mio. Euro, ein leichtes Plus von 0,8 Prozent. Als Dividende werden von dem teilstaatlichen, börsennotierten Konzern 1,83 Euro je Aktie vorgeschlagen. Zum Ausblick hieß es, es werde ein leichter Umsatzanstieg bei einer weitgehend stabilen Ergebnisentwicklung in der Größenordnung der vergangenen Jahre angepeilt.
Im April startet "Yellow"
Das Briefgeschäft war weiterhin rückläufig, auch die Werbepost lief nur schwach und im Paketbereich herrschte intensiver Wettbewerb, so das Unternehmen am Donnerstag. Die Poststellen seien inzwischen auf nahezu 3.000 ausgebaut worden, im April startet dann die Post AG mit einer eigenen Mobilfunkmarke ("Yellow"). Rückblickend wurden zwei Firmen in der Türkei und Südosteuropa übernommen.
"Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und der positiven Sondereffekte im Vorjahr zeigte die Österreichische Post im Geschäftsjahr 2025 eine solide operative Entwicklung. In Österreich haben wir unser Paketwachstum auch 2025 fortgesetzt und wir konnten unsere führende Marktposition erfolgreich behaupten", so Post-Chef Walter Oblin zur Bilanz 2025. Die 2020 gegründete bank99 habe mit ihren rund 300.000 Kundinnen und Kunden in Österreich positiv zum Gesamtergebnis beigetragen.
Deutliches Minus bei Brief und Werbepost
In der Division Brief & Werbepost ging der Umsatz im Vergleich zu 2024 um 6,8 Prozent zurück. Bei Paket & Logistik stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 1,2 Prozent. Das Paketgeschäft in der Türkei bleibt durch die hohe Inflation und die Wechselkursentwicklung der türkischen Lira geprägt. Der Bereich Filiale & Bank zeigte einen Umsatzrückgang von 8,8 Prozent. Die Filialdienstleistungen seien durch die Beendigung der Telekom-Vertriebskooperation beeinflusst gewesen, hieß es dazu.