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Kaufantrag von MediaMarkt in Österreich zurückgezogen
30.03.2026Kaufantrag im Rahmen der Investitionskontrolle zurückgezogen. Ceconomy: Prozesstechnisches Vorgehen mit Behörden besprochen. MediaMarkt-Manager: Rückzug aus Österreich als "letzte Option"
Der chinesische Tech-Riese JD.com reagiert auf neue Hürden bei der Übernahme der MediaMarkt-Mutter Ceconomy und stellt einen Antrag im Rahmen des Investitionskontrollgesetzes in Österreich neu. "Der Antrag wird innerhalb der nächsten Wochen neu eingereicht", sagte ein Sprecher am Montag. Das österreichische Wirtschaftsministerium hatte zuvor erklärt, der Prüfantrag sei mit Wirkung zum 10. April zurückgezogen worden.
Vor diesem Hintergrund würden sich die konkreten Absichten der beteiligten Firmen derzeit nicht erschließen. Das Wirtschaftsministerium zeigte sich zudem irritiert über Aussagen des Unternehmens, wonach sich die Behörde einer gemeinsamen Lösungsfindung versperre. Man sei im höchsten Maße kooperativ und stehe in laufenden Gesprächen, hieß es in einer Aussendung weiter. Details nannte das Ministerium unter Verweis auf die strengen gesetzlichen Vorgaben zur Vertraulichkeit des Verfahrens nicht.
MediaMarkt-Manager: Rückzug aus Österreich als "letzte Option"
"Das prozesstechnische Vorgehen und der Rückzug des Antrags sind mit der Behörde abgesprochen", hieß es von einer Ceconomy-Sprecherin zur APA. Man strebe weiter "konstruktive Gespräche" an. Ceconomy hatte am Freitag erklärt, es sei ungewiss, ob und wann die investitionskontrollrechtliche Freigabe in Österreich erteilt werde. "Die letzte Option ist ein Rückzug aus Österreich", sagt MediaMarkt-Manager Jan Niclas Brandt in einem Interview. Brandt verwies auf weitreichende Zusagen an die österreichischen Behörden, die unter anderem Standorte, Arbeitsplätze und den Datenschutz betreffen würden. Ceconomy betreibt in Österreich rund 50 MediaMarkt-Filialen.
Das Wirtschaftsministerium prüft bei Verkäufen ins außereuropäische Ausland, ob die Transaktion die Sicherheit oder die öffentliche Ordnung gefährden könnte. Dies betrifft vor allem den Bereich der kritischen Infrastruktur. Die entsprechende Genehmigung der deutschen Bundesregierung steht noch aus, wird von Ceconomy jedoch zeitnah erwartet.