Während die Mieten und Handy-Gebühren nach oben klettern, gibt es für Autofahrer und Geringverdiener auch Lichtblicke.
Mit dem Monatswechsel treten in Österreich massive Neuerungen in Kraft. Es ist ein Mix aus Teuer-Schock und Entlastungs-Paketen. Von der neuen „Mietpreisbremse“ über die „Spritpreisbremse“ bis hin zum Kampf gegen Mogelpackungen im Supermarkt: oe24 hat den kompletten Überblick für Sie!
1. Miet-Schock abgefedert: Nur 1 % Plus
Nach der langen Nullrunde seit April 2023 dürfen die Richtwertmieten heuer erstmals wieder steigen. Doch aufgepasst: Die Regierung hat die Mietpreisbremse eingezogen! Für Altbau-, Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen gilt: Der Anstieg ist gesetzlich auf maximal ein Prozent gedeckelt. Das gilt für ganz Österreich. Auch für 2027 ist bereits ein Deckel von zwei Prozent fixiert.
2. Handy-Tarife: Index-Anpassung schlägt zu
Schlechte Nachrichten für Handy-Nutzer! Wer einen Vertrag mit Wertsicherungsklausel (Indexierung) hat, muss jetzt tiefer in die Tasche greifen: Bei A1 & Magenta steigen die Grundgebühren um 3,5 Prozent. Drei-Kunden müssen je nach Tarif mit einem Plus zwischen 1 und 6,5 Prozent rechnen, weil vergangene Wertsicherungen nachgeholt werden. Mit der Post-Marke „Yelllow“ startet ein neuer Diskonter am Markt. Auch Drei hat im März den Diskonter Hörbi gestartet.
3. Spritpreisbremse: 10 Cent weniger?
Das Tauziehen hat ein Ende! Ab 1. April tritt die Spritpreisbremse in Kraft. Die Regierung kann nun per Verordnung die Mineralölsteuer senken oder die Margen der Konzerne deckeln, falls die Preise innerhalb von zwei Monaten um mehr als 30 Prozent explodieren. Ziel: Eine Entlastung von rund 10 Cent pro Liter an der Zapfsäule! Derzeit steigen die Preise tendenziell.
4. Schluss mit der „Mogelpackung“ im Supermarkt
Kennen Sie das? Die Packung bleibt gleich groß, aber der Inhalt wird weniger („Shrinkflation“). Damit ist jetzt Schluss. Das neue Anti-Mogelpackungs-Gesetz verpflichtet Supermärkte (ab 400 m² Fläche), Produkte mit weniger Inhalt bei gleichem Preis 60 Tage lang deutlich zu kennzeichnen. Wer schummelt, dem drohen Strafen bis zu 15.000 Euro.
5. Sozialtarif für Strom
Die wohl beste Nachricht für einkommensschwache Haushalte: Der neue Sozialtarif startet! Knapp 300.000 Österreicher (die vom ORF-Beitrag befreit sind) können profitieren.
Der Preis: Nur noch 6 Cent pro kWh (netto) für ein Grundkontingent von 2.900 kWh pro Jahr. Wer bekommt es? Pensionisten, Bezieher von Sozialhilfe, Arbeitslose oder Lehrlinge mit geringem Einkommen.