Das Land Kärnten und die Arbeiterkammer (AK) haben am Mittwoch eine neue Unterstützungsmaßnahme für Berufspendelnde und Lehrlinge, die auf das Auto angewiesen sind, präsentiert.
Das Land zahlt 75 Euro "Sprit-Bonus" an anspruchsberechtigte Antragsteller, abgewickelt über die Arbeiterkammer, teilte der Landespressedienst in einer Aussendung mit. Eine Antragsstellung ist ab 1. Juni möglich. 500.000 Euro stehen vorerst zur Verfügung, sind die ausgeschöpft, werde aufgestockt.
Im vergangenen Jahr haben in Summe mehr als 7.800 Berufspendler, Lehrlinge und Abendschüler den Fahrtkostenzuschuss des Landes erhalten - also alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die entweder öffentliche Verkehrsmittel oder (notgedrungen) ihr Privat-Auto benutzen und unter den jeweiligen Einkommensgrenzen liegen. Der Kärntner "Sprit-Bonus" soll nun jene zusätzlich entlasten, die mehr als 30 Kilometer einfache Wegstrecke zur Arbeit zurücklegen müssen.
Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) und Kärntens AK-Präsident Günter Goach bezeichneten die Maßnahme als "zielgenaue Unterstützung", während Fellner den Schritt auch mit Kritik verband: "Es ist grotesk: Die Mineralölkonzerne schaufeln Gewinne wie nie zuvor und die Pendler kommen zum Handkuss." Alle Informationen und Formulare zum "Sprit-Bonus" gibt es ab 1. Juni auf der Website arbeitnehmerfoerderung.at.