Lage spitzt sich weiter zu
AKH: Kinder-Intensiv für Covid-Kranke
Wien. Wie berichtet, ist die AKH-Covid-Intensivstation bereits voll.
Das ist freilich für sämtliche Wiener – aber auch Spitäler in anderen Bundesländern – bitter, da genau hier oft sehr schwere Fälle transferiert werden. Das AKH baut jetzt, wie angekündigt, zwei neue Covid-Intensivstationen – eine in einem Aufwachraum, eine in der bisherigen Kinder-Intensivstation – auf.
AKH-Intensivmediziner Thomas Staudinger hatte ÖSTERREICH freilich bereits erklärt, dass wir „machen, was wir können“, aber, dass letztlich „nicht zusätzliches Personal“ da sei. Auch andere Spitäler in Wien sind bereits voll ausgelastet.
Für die Bundeshauptstadt rechnet man aber mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Covid-Intensivstationen. Vom derzeitigen Höchststand um die rund 180 auf 260.
Absagen. Immer mehr Operationen – teils kurzfristig –, die nicht unbedingt nötig seien, würden daher jetzt abgesagt.
Auch Burgenland ist bereits am Limit. Niederösterreich gibt zwar selbst an, noch etwas Puffer zu haben, hat aber bereits mehrere Patienten nach Oberösterreich transferiert, wie auch im Bericht der Ampelkommission nun ausdrücklich festgestellt wird. Oberösterreich könnte in rund zwei Wochen an die ICU-Auslastungsgrenze von 33 Prozent kommen. Dementsprechend werden auch dort bereits Operationen vertagt, um Platz zu schaffen.
Transfers von Osten nach Westen geplant
Überstellungen. In Kärnten erklärt man, dass man zwei oder drei Patienten aus anderen Bundesländern derzeit aufnehmen könnte. Bereits in der vergangenen Woche wurden auch Patienten aus Wien bereits gen Westen überstellt. Da Westösterreich – sowohl Tirol als auch vor allem Vorarlberg – derzeit noch die wenigsten Covid-Intensivpatienten hat, werden im Hintergrund – via Intensivkoordinatoren der Bundesländer – bereits weitere Transfers vorbereitet.
Aber: Für die kommenden zwei Wochen – bei anhaltendem Infektionsverlauf – würden die Covid-Intensivkapazitäten in ganz Österreich wieder auf klar über 600 ansteigen und damit den Spielraum für das ganze Land einschränken. Daher empfiehlt die Ampelkommission auch allen den Oster-Lockdown.