"Ich pflege Angehörige"

Die Impf-Tricks: So kommen Sie früher dran

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Zwei Drittel der Bevölkerung will eine Impfung, viele könnten schon drankommen.
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Die Verzweiflung steigt: Vor 104 Tagen wurde die erste Person in Österreich gegen Corona geimpft. Doch bis heute haben erst 524.092 Menschen den vollständigen Impfschutz (zwei Dosen), 1,3 Millionen haben eine erste Dosis bekommen. Tausende Österreicher könnten schon früher drankommen, sie wissen es vielleicht nur nicht - die Tipps:

  • Hausarzt fragen. Tausende Ordinationen werden befugt sein zu impfen. In der Steiermark sind es etwa 800 Praxen, in Oberösterreich 650. In Wien dürfen Hausärzte bestimmte Patienten für eine vorrangige Behandlung nominieren. Tipp: Beim eigenen Arzt nachfragen.
  • Clevere Terminwahl. Viele beschweren sich: Sie erhalten zwar die Benachrichtigung, dass sie dran wären, finden aber online keinen verfügbaren Termin. Lösung: Wählen Sie einen Randtermin -ganz früh oder spät -, die sind eher frei.
  • Pflege. Ganz wichtig: Falls Sie kranke Menschen in Ihrer Familie pf legen, geben Sie das bei der Anmeldung online an. Sie werden vorgereiht.
  • Schwangerschaft. Viele vergessen auch: Wenn eine im Haushalt lebende Person schwanger ist, hat man Anrecht auf Vorreihung.
  • Restdosen. Kein Einzelfall: Eine Frau bringt ihren Vater zur Impfung, fragt nebenbei, ob sie auch ein Vakzin bekommen könne. Daraufhin bekam nicht nur sie die Spritze, auch ihre Schwester wurde geimpft. Das funktioniert vor allem am Abend, wenn klar wird, dass Impfstoff übrig bleibt.

Vorsicht, Schummler

Kehrseite: Etliche Österreicher nutzen das System aus. Sie haben eine schwangere Mitbewohnerin erfunden oder einfach angegeben, dass sie jemanden pflegen müssen. Viele davon bekamen ihre Impfung, ohne dass sie einen Beweis vorlegen mussten.

Impfkoordinatoren einiger Bundesländer geben ÖSTERREICH gegenüber zu, das Problem zu kennen. Sie verweisen darauf, dass direkt vor dem Impfen Atteste etc. vorgelegt werden müssten.