JN.1

Experten warnen vor neuer Corona-Variante

11.11.2023

JN.1 könnte ansteckender als bisherige Varianten sein.

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Die Corona-Zahlen stiegen zuletzt wieder deutlich an – auch bei uns in Österreich. Laut Judith Aberle von der MedUni Wien dominiert Covid derzeit das heimische Infektionsgeschehen. „Die meisten Infektionen werden durch SARS-Coronaviren verursacht und da sehen wir ganz deutlich eine erhöhte Virusaktivität“, so die Professoren für Virus-Immunologie. Besonders stark ist der Anstieg in Wien und in der Steiermark. Zudem sehe man auch wieder verstärkte Spitalsaufnahmen wegen Corona.

Neue Variante entdeckt

Während bei uns derzeit noch andere Varianten dominant sind, sorgt in Großbritannien das Auftreten einer neuen Mutation nun für Aufregung. JN.1 soll die Immunabwehr des Körpers deutlich stärker umgehen, Experten warnen bereits vor einer Zunahme von schweren Erkrankungen.

Wie die „Daily Mail“ berichtet, sei der Anteil der neuen Variante in Großbritannien zuletzt stark angestiegen. Fälle wurden aber auch schon in Island, Frankreich und in den USA nachgewiesen. Bei JN1 soll es sich um eine Sub-Variante des Pirola-Stammes handeln. „Es gibt Hinweise, dass das JN.1-Elternvirus BA.2.86 möglicherweise ansteckender ist als frühere Varianten“ warnt Professor Thomas Russo, der die neue Mutation entdeckt hat.

Amesh Adalja von der Johns Hopkins University beruhigt hingegen. Die neue Variante sei sehr selten. „Sie weist die für BA.2.86 charakteristischen Mutationen auf, die das Immunsystem etwas umgehen, aber BA.2.86 konnte sich nie wirklich durchsetzen.“ Gleichzeitig verweisen Experten darauf, dass der Immunschutz der Bevölkerung weiterhin hoch sei.
  

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