Eintritt nur mit Impfung

Polit-Streit um 1G-Regel ab Herbst

Die Verschärfung sorgt vorab für Streit. Sogar Gas­tronomen sind sich uneinig.
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Wien. Was tun gegen die explodierenden Infektionszahlen? Jetzt nähert sich ­Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein – vorsichtig – an die 1G-Regel (nur mehr Geimpfte dürfen hinein).

"Das Ziel ist kein G"

Gegenüber ÖSTERREICH sagt er: „Der Weg geht von 3 G über 2 G und 1 G, und das Ziel ist kein G, dann ist die Pandemie vorbei. In diesem Sinne will ich über 1 G als Zutrittsregel in Hinblick auf den Herbst reden.“ Derzeit allerdings wäre dem Minister eine Umsetzung zu früh.

Im Oktober möglich

In der ZiB konkretisierte Mückstein: „Ich kann mir das ab Oktober durchaus vorstellen.“

Türkises Nein. Koalitionspartner ÖVP würde so einer Bestimmung nicht zustimmen, das ist im Hintergrund zu erfahren. Außerdem: Der Gesundheitsminister habe seine Vorstellungen noch nicht vorgelegt.
Strenger. Die Debatte über die 1G-Regelung startete der Wiener SP-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Er kann sich Zutrittsverbote für Ungeimpfte bei Sport- und Freizeitstätten und auch Lokalen vorstellen.

Gastro uneinig – Minister verlängert 3G-Regel

Österreichs Gastronomen sind sich uneins: Hans Figl­müller ist dafür: „Es wird kein Weg daran vorbeiführen.“ Kollege Berndt Querfeld: „Ich bin skeptisch, wenn nur die ‚Spaßbranche‘, also Freizeit, Kultur und Gastronomie, die Krot schlucken muss.“ Er will alle Geschäfte – sogar Baumärkte – miteinbeziehen.

3 G. In der neuen Covid-Verordnung allerdings steht nichts von einer 1G-Regel. Mückstein hat die geltende Corona-Verordnung für Zusammenkünfte (Anzeigepflicht ab 100, Genehmigung ab 500) bis 17. September verlängert – die 3G-Regeln bis Ende September. – auch wenn ein Zutrittsverbot für Nichtgeimpfte kurz- und mittefristig die Gesellschaft spaltet.

Wenn wir diese notwendige Diskussion nicht sehr rasch führen, verlieren wir wertvolle Zeit Richtung Herbst.