Neuerung kommt nicht gut an

Facebook erzürnt Messenger-User

12.07.2017

Dieser Schritt war zwar absehbar, dennoch sind die Nutzer sauer.

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Zuletzt sorgte der Facebook Messenger regelmäßig für positive Schlagzeilen. Zahlreiche Neuerungen mit vielen praktischen Funktionen sorgten sogar dafür, dass der Dienst zuletzt bei der Nutzerzahl mit WhatsApp gleichziehen konnte . Doch nun gibt es für die User eine schlechte Nachricht.

Werbeschaltungen

Das soziale Netzwerk will künftig nämlich weltweit Werbung auf der Startseite seiner Messenger-App schalten. Entsprechende Tests (wir berichteten ) in Australien und Thailand seien "vielversprechend" gewesen, teilten die verantwortlichen Personen mit. Damit will Facebook sich einen noch größeren Anteil am Geschäft mit digitaler Werbung sichern. Nach Unternehmensangaben nutzen mehr als 1,2 Milliarden Menschen regelmäßig den Messenger. Doch bereits kurz nach der Ankündigung des Starts von Werbeschaltungen meldeten sich viele User zu Wort, die das gar nicht gut finden. Einige drohen sogar, den Messenger künftig nicht mehr nutzen zu wollen, wenn sie ständig von Werbung genervt würden.

Begründung: Platz für Anzeigen gehe langsam aus

Nach Angaben von Facebook-Finanzchef David Wehner erwartet das Unternehmen für heuer einen "erheblichen" Umsatzrückgang, weil dem Online-Netzwerk der Platz für Anzeigen ausgehe. In einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte er, die Ausgaben würden im Vergleich zum Vorjahr um 40 bis 50 Prozent zulegen, weil Facebook mehr in Datenzentren, Forschung und andere Bereiche investieren wolle.

Haupteinnahmequelle

Werbung macht immer noch den Großteil des Konzernumsatzes aus, das meiste Geld kommt durch die Kunden herein, die Facebook über ihre Smartphones oder Tablets nutzen. Zur Konzernfamilie gehören auch das nach wie vor wachsende soziale Netzwerk Instagram, der Kurzbotschaftendienst WhatsApp sowie Oculus, das die Virtual-Reality-Brille Rift entwickelte.

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