Auch iPhone X betroffen

iPhone-Verkaufsverbot ist in Kraft

03.01.2019

Qualcomm hat die geforderten 1,34 Mrd. Euro in Deutschland hinterlegt und somit den Verkaufsstopp ausgelöst.

Zur Vollversion des Artikels
© Getty Images
Zur Vollversion des Artikels
Nächste Hiobsbotschaft für Apple. Nachdem der US-Konzern am Mittwoch eingestehen musste, dass sich die aktuellen iPhones schlecht verkaufen , hat Qualcomm nun das vor einem Münchner Gericht erstrittene Verkaufsverbot für mehrere ältere iPhone-Modelle in Deutschland  in Kraft gesetzt. Gemäß dem Urteil seien dafür als Sicherheit Wertpapiere im Wert von 1,34 Mrd. Euro hinterlegt worden, teilte Qualcomm am Donnerstag mit. Das Verkaufsverbot betrifft die Modelle iPhone 7 und 8 sowie das iPhone X von 2017.
 
Das Landgericht München hatte am 20. Dezember die Verletzung eines Qualcomm-Patents durch  Apple  festgestellt. Der Chipkonzern bekam das Recht, ein Verkaufsverbot durchzusetzen, wenn der Chipkonzern die Sicherheitsleistung hinterlegt.
 
>>>Nachlesen: Apple darf fünf iPhone-Modelle nicht mehr verkaufen
 

Auswirkungen laut Apple gering 

Die Unternehmen zeigten allerdings unterschiedliche Auffassungen über das Ausmaß des Verkaufsverbots. Apple teilte mit, dass lediglich in den 15 deutschen Apple Stores das iPhone 7 und das iPhone 8 nicht mehr verkauft werden sollen. Das iPhone X hatte Apple in seinem Angebot bereits selbst durch das XS (Max)  ersetzt. Über Mobilfunk-Betreiber und andere Händler würden weiterhin alle Modelle verfügbar bleiben, erklärte Apple nach dem Urteil. Qualcomm forderte dagegen, die betroffenen Geräte müssten bei allen Einzelhändlern in Deutschland eingezogen werden.
 
Apple kündigte Berufung gegen das Urteil des Landgerichts an. Die Sicherheitsleistung von jeweils 668,4 Mio. Euro für die beiden Verfahren, in denen es um das Patent ging, soll den iPhone-Konzern gegen mögliche Verluste absichern, falls er in dem Prozess am Ende Recht bekommen sollte.
 
>>>Nachlesen: Neue iPhones verkaufen sich schlecht
 

Patent für Stromverbrauch von Chips

Bei dem Patent geht es um eine Technologie, die den Stromverbrauch von Telekommunikationschips anpasst, damit der Akku länger hält. Qualcomm erzielte mit dem Münchner Urteil einen ersten spürbaren Erfolg in dem weltweit ausgetragenen Streit mit Apple.
 
>>>Nachlesen: Auch iPhone XS (Max) und XR droht Verkaufsverbot
Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel