Neue Nintendo-Konsole

Ist Switch schon vor dem Start ein Flop?

21.10.2016

Laut den Analysten bietet das Gerät keine bahnbrechende Innovation.

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© Nintendo
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Mit der ersten konkreten Vorschau auf seine neue Spielekonsole Switch , die im März 2017 in den Handel kommt, hat Nintendo die Anleger offenbar verschreckt. Nach der Veröffentlichung eines offiziellen Videos im Internet, in dem das Gerät erstmals zu sehen war, rutschte die Aktie des japanischen Konzerns am Freitag um fast 6 Prozent ab. Switch habe offenbar keine "revolutionär neuen Funktionen", urteilte ein Analyst auf der Internetseite der Wirtschaftszeitung "Nikkei".

Will zwei Geräte in einem sein

Wie berichtet, zeigt das Video, dass es sich bei Switch einerseits um eine traditionelle Spielekonsole handelt. Andererseits kann das Gerät dank eines abnehmbaren Bildschirms ähnlich wie ein Tablet auch unterwegs benutzt werden.

„Enttäuschend“

Das Produkt sei "enttäuschend", erklärte Analyst Amir Anvarzadeh von BGC Partners. Branchenexperte Hirokazu Hamamura schrieb auf Twitter, kurz gefasst handle es sich um "eine Konsole mit mehreren Gesichtern. Aber was ist mit dem Preis und mit einer Verbindung zum Smartphone?" Damit könnte sich die Switch schon Monate vor dem Start zu einem Flop entwickeln. Dem Vorgängermodell Wii U erging es nicht viel besser. Sony und Microsoft haben mit der PS4 und der Xbox One Nintendo bei den Verkaufszahlen weit abgehängt. Darüber hinaus bringt Sony noch im November eine verbesserte Version der PS4 in den Handel, und Microsoft hat für Anfang 2017 eine ultimative Xbox (Codename "Scorpio") angekündigt.

Videospielpionier unter Druck

Nintendo hat bisher keinen Preis und auch keine technischen Details zur Switch bekannt gegeben. Die Konsole soll im März 2017 auf den Markt kommen. Nintendo steht dabei unter zusätzlichem Erfolgsdruck - dem Spielehersteller macht nämlich auch die Konkurrenz durch Smartphone-Apps schwer zu schaffen. Seit den besten Zeiten des Konzerns in den Jahren 2008/09 sind Umsätze und Gewinne um rund drei Viertel gesunken. Mittlerweile setzen die Japaner aber auch selbst auf Smartphone-Apps. So kommt Super Mario demnächst aufs iPhone .

Wie sich die Switch am Markt tatsächlich schlagen wird, zeigt sich aber erst nach dem Start. Die Aussichten sind laut den Analysten aber nicht gerade rosig.

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