Routine ist alles!
Vienna City Marathon 2026: Das mache ich in den letzten Stunden vor dem Rennen
16.04.2026Früh aufstehen, richtig frühstücken, nichts Neues ausprobieren: Die Stunden vor dem Marathon sind entscheidend. Was routinierte Läufer:innen wie ich am Race Day wirklich machen - vom Wecker bis zum Startschuss.
Am Sonntag, dem 19. April, ist es wieder so weit: Der Vienna City Marathon verwandelt Wien in eine riesige Laufstrecke. Tausende stehen an der Startlinie und alle haben in den Wochen und Tagen davor schon alles gegeben: Training, Kohlenhydrate geladen, früh schlafen gegangen. Viele Einsteiger:innen fragen sich: Was passiert eigentlich in den letzten Stunden vor dem Lauf? Ich laufe seit Jahren und stehe auch dieses Jahr wieder am Start - Ich nehme Sie mit durch meinen Marathon-Morgen: Von 5 Uhr früh bis zum Start auf der Reichsbrücke.
5:00 Uhr: Aufstehen, obwohl der Wecker weh tut
Der Start ist zwischen 9:00 und 9:20 Uhr, also klingelt der Wecker bei mir gegen 5 Uhr. Früh? Ja. Notwendig? Leider auch. Erster Schritt: hydration mode on. Ich trinke direkt Wasser, aber nicht literweise, sondern entspannt immer wieder ein paar Schlückchen.
Frühstück: Nur Bewährtes auf dem Teller
Etwa 2,5 bis 3 Stunden vor dem Start esse ich mein „großes“ Frühstück.
Bei mir ist das:
- Toast
- etwas Erdnussbutter
- Banane
- Marmelade
Klingt unspektakulär, funktioniert aber bei mir perfekt. Das habe ich übrigens von einer Lauftrainerin übernommen, und seitdem nie mehr hinterfragt. Für Sie aber ganz wichtig: Stellen Sie jetzt nicht Ihre Ernährung plötzlich um. Wenn Sie sonst Toast, Honig oder Porridge vor Ihren Long Runs gegessen haben, bleiben Sie dabei. Der Marathon ist nicht der Moment für Experimente.
Outfit: Getestet ist Pflicht
Dann kommt das Outfit. Ja, ich habe mir in den letzten Wochen neue Teile zugelegt, aber: Ich bin mehrmals darin gelaufen. Warum? Blasen, Reibung oder unangenehme Überraschungen wollen Sie definitiv nicht erst bei Kilometer 15 kennenlernen. Regel Nummer eins: Nichts Neues am Race Day. Wirklich nichts.
Trinken, aber mit Gefühl
In den Stunden vor dem Start trinke ich regelmäßig etwas. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Einfach konstant. In der letzten Stunde kommt noch ein Isodrink dazu, aber maximal etwa ein halber Liter und definitiv nicht auf einmal. Denn: Niemand möchte direkt nach dem Start schon wieder aufs Klo müssen.
Apropos… Klo
Ja, wir müssen darüber reden. Gehen Sie so oft wie möglich, solange es noch entspannt geht. Die Schlangen bei den Toiletten an der Startlinie? Endlos. Deshalb: Lieber einmal zu oft zuhause gewesen als später Stress haben.
Aufwärmen: Nicht überspringen
In der letzten 20 Minuten vor dem Start wird es ernst. Ich beginne mit einem kurzen Warm-up:
- Lauf-ABC
- lockeres Hüpfen
- Arme mobilisieren
Gerade wenn Ihr Kreislauf (so wie meiner) etwas länger braucht, ist das Gold wert.
Die Stunden vor dem Marathon sind keine Zeit für Experimente, sondern für Routine. Vertrauen Sie dem, was Sie vorbereitet haben. Bleiben Sie ruhig. Und genießen Sie diesen Moment - egal, wie früh der Wecker geklingelt hat.