Elsie ist Texterin für Kalendersprüche, und auch ihr eigenes Leben könnte immer so gleichmütig weitergehen wie diese Floskeln. Doch da stirbt ihr geschätzter Kollege.
Impulshandlung nach Schicksalsschlag
Und plötzlich weiß Elsie nicht mehr, wie ihr Weg weitergeht. Sie trifft eine unüberlegte Entscheidung und macht sich auf den Weg in ein fremdes osteuropäisches Dorf, um Kuscheltiere in das von Armut und Krieg zerschundene Gebiet zu bringen. Doch sie kommt vom Weg ab und landet bei Ivana, die ihre Ziege sucht.
Tiefergehend
Autorin und Journalistin Valerie Springer hat mit ihrem Roman „Eine Ziege, ein Dorf und kein Internet“ eine herrlich absurde Verkettung von Umständen erdacht, die so überdrüber sind, dass sie gut auch wahr sein könnten. Gespür. Eine Krise wird zur Chance, aber eben nicht tralala kalenderspruchartig abgehandelt, sondern durchdacht. Das gelingt der Autorin mit dem Gespür für menschliche Tiefe und Humor. Springer erklärt dazu: „Eine schiefe Situation kann komisch sein oder absurd, und oft ist sie ehrlicher als große Dramatik.“
Indem Elsie plötzlich macht, was sie als Motto normalerweise nur als Spruch formuliert, kommt die Geschichte in Gang. Und daraus können wir alle etwas ziehen - ein Leseerlebnis, das nachhallt.