X-Factor

Überflüssige Folter der TV-Zuschauer

11.11.2010

Nervenstrapazierendes Finale bei der Casting-Show "X-Factor“ auf VOX.

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© VOX
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VOX lieferte am Dienstag, 9.11. ein blitzsauberes Finale der Casting-Show X-Factor ab: mit einem spannenden Duell der zwei Finalisten, die beide ihre musikalischen Qualitäten haben. Dazu die zwei Topstar Shakira und Xavier Naidoo als Gesangspartner der Finalistinnen. Eine hervorragend inszenierte und auch teure Casting-Show. Gegen Fernsehunterhaltung dieser Art lässt sich nichts sagen.

Sinnloses Ritual
Wäre da nicht jener Showteil, der meist den Zusatz "Die Entscheidung“ trägt. So war es auch bei X-Factor. Die eigentliche Show war klar von dieser Entscheidung getrennt. Und diese Show-Sequenz wurde offenbar nur erfunden, um die Show-Teilnehmer und Zuschauer auf die Folter zu spannen. Ein völlig sinnentleertes Ritual. In erster Linie dazu da, die Stimme der Moderatorin oder des Moderators sich möglichst oft überschlagen zu lassen. Worthülsen werden da in kaum überbietbarer Frequenz in Richtung Kamera geschleudert. Nervig, unwürdig, überflüssig das Ganze. Neue Zuschauer werden zu diesem Zeitpunkt ohnedies nicht mehr zum Sender geholt. Ganz im Gegenteil – das ganze Gehabe ist für viele Fans ein wirkungsvoller Umschaltimpuls.

Wahre Meister in dieser Disziplin der Publikumsfolter sitzen übrigens auf dem Küniglberg. Und das lässt für das Finale von Helden von morgen Schlimmes befürchten.

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