Opernball-Desaster

Lugner verzichtet auf Bo Derek

20.02.2011

"Wir lassen uns nicht unter Druck setzen", so Richard "Mörtel" Lugner.

Zur Vollversion des Artikels
© Schöndorfer, Getty
Zur Vollversion des Artikels

Seine "Traumfrau" hat sich Richard Lugner wohl anders vorgestellt: Nachdem die US-Schauspielerin Bo Derek partout nicht auf 25.000 Dollar (18.346 Euro) zusätzliche Gage für "Charity-Projekte" verzichten wolle, möchte der Baumeister noch heute, Sonntag, den Vertrag mit ihr lösen. "Wenn sie einen guten Eindruck machen will, dann soll sie es auf ihre Kosten machen", meinte Lugner gegenüber der APA.

Auf einen Opernball-Gast will Lugner dennoch nicht verzichten. "Wir haben 20 Angebote von Leuten, die kommen wollen. Daraus suchen wir jetzt jemanden aus", sagte der Baumeister. Präsentieren will er seine Begleitung allerdings erst, wenn diese tatsächlich im Flieger nach Wien sitzt. "Noch einmal mache ich das nicht mit", so Lugner.

Der Gast in spe soll bis 1. März in geheimer Mission auf einem europäischen Flughafen landen und dann im Privatjet zum Ball geflogen werden. "Bis 1. März gehen wir jetzt daher auf Tauchstation", kündigte Lugner an.

Lugner glaubt an Intrige
Der Grund für die Geheimniskrämerei liegt dem Baumeister zufolge in einer von langer Hand geplanten Intrige gegen ihn. Ausführendes Organ der Verschwörung soll eine in den USA lebende österreichische Promi-Journalistin sein, die ihn bei seinen künftigen Gästen unmöglich gemacht haben soll. "Sie hat angerufen und gesagt, der Lugner hat zu viel Geld und will nur mit den Stars ins Bett", meinte er. Dies sei ihm von mehreren Seiten bestätigt worden.

Eine "Hauptverdächtige" in der Causa hat die Vorwürfe als "absurd" zurückgewiesen. Lugner habe sich seinen "schlechten Ruf" in den USA ganz allein zuzuschreiben.

Ausgespielt
Bo Derek hat bei Lugner jedenfalls ausgespielt. Selbst, wenn sie nun anbieten würde, den ursprünglichen Vertrag einzuhalten, will sie der Baumeister nicht mehr in seiner Loge haben: "Die Welt ist kein Kasperltheater. Wir haben letztes Jahr mit Lindsay Lohan genug mitgemacht."

Der heurige Opernball stand für Lugner von Anfang an unter keinem guten Stern. Sein erster Gast, eine Oscar-Gewinnerin, sagte aufgrund von privaten Problemen ab, sein Ersatz-Gast, eine zweifache Oscar-Gewinnerin, konnte aufgrund von Dreharbeiten nicht nach Wien kommen. Bo Derek war kurzfristig am vergangenen Montag ausgesucht worden, ÖSTERREICH hatte bereits kurz danach von den Problemen mit der "Traumfrau" berichtet.

Hagman und Noy
Wenn alle Stricke reißen, wird Lugner dennoch nicht alleine in seiner Loge sitzen. Der Besuch von Larry Hagman, dem ehemaligen Dallas-Ekel J.R. Ewing, ist ebenso weiterhin aufrecht wie jener von "dem Dicken aus Eis am Stiel" (Lugner), Zachi Noy.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel