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Diese Gießfehler machen alle: So überleben Ihre Pflanzen die Hitze

27.05.2026

Die Temperaturen steigen und die Sonne brennt: Für unsere Pflanzen bedeuten die Rekordhitze puren Stress. Damit das grüne Paradies nicht zum braunen Trauerspiel wird, sollten Sie diese typischen Gießfehler ab jetzt unbedingt vermeiden. 

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Der Sommer ist da und verwandelt Balkone, Terrassen und Gärten in herrliche grüne Oasen. Doch wenn das Thermometer in die Höhe klettert, wird das Gärtnern zum Überlebenskampf für unser geliebtes Grün. Wer jetzt planlos mit der Gießkanne anrückt, richtet oft mehr Schaden als Nutzen an. Wir verraten Ihnen die absoluten No-Gos bei der Bewässerung und wie Sie Ihre Pflanzen erfrischen, statt sie in den Ruin zu treiben. 

Fehler 1: Das falsche Timing

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Die Sonne steht am höchsten, der Garten glüht, Zeit für eine schnelle Erfrischung? Falsch! Wer mittags wässert, verschwendet kostbares Wasser. Bei starker Sonneneinstrahlung verdunstet ein Großteil der Feuchtigkeit direkt wieder, noch bevor die Pflanzen das Wasser überhaupt aufnehmen können. Gießen Sie lieber in den frühen Morgenstunden. Die Erde ist noch kühl und die Pflanzen können sich optimal mit Flüssigkeit vollsaugen, um für die Hitze des Tages gewappnet zu sein.

Fehler 2: Jeden Tag ein kleines bisschen gießen

Ein winziger Schluck hier, ein Tröpfchen da, das ist zwar gut gemeint, aber leider nicht sinnvoll. Wenn Sie täglich nur oberflächlich wässern, bleiben die Pflanzenwurzeln dicht unter der Erdoberfläche und trocknen an heißen Tagen schnell aus[. Gießen Sie seltener, dafür aber durchdringend und intensiv. So trainieren Sie Ihre Pflanzen dazu, längere und tiefere Wurzeln zu bilden. Damit gelangen sie an untere Erdschichten, die wesentlich langsamer austrocknen.

Fehler 3: Kübelpflanzen und Hochbeete unterschätzen

Topf- und Hochbeetpflanzen brauchen eine Sonderbehandlung. Diese Gefäße sind im Sommer echte Hitzemagneten. Sie heizen sich durch die direkte Sonneneinstrahlung an den Seitenwänden extrem auf, weshalb die Erde hier deutlich schneller austrocknet als im normalen Gartenbeet. Im Hochbeet kommt hinzu, dass Zersetzungsprozesse im Inneren für zusätzliche Wärme sorgen. Kontrollieren Sie Hochbeete und Töpfe an heißen Tagen am besten täglich. Achten Sie bei Blumentöpfen aber zwingend auf ausreichende Abflusslöcher im Boden, um gefährliche Staunässe und damit faulende Wurzeln zu vermeiden.

Fehler 4: Alle Pflanzen gleich behandeln

Sie können einer Pflanze ihren Durst regelrecht ansehen. Großes, weiches und hellgrünes Laub verdunstet sehr viel Wasser, hier müssen Sie kräftig und öfter gießen. Passen Sie die Menge individuell an. Mediterrane Gewächse, Sukkulenten (dickblättrige Pflanzen) oder Arten mit grauem Laub haben einen eingebauten Verdunstungsschutz und bevorzugen Trockenheit. Neugepflanzte Schätze hingegen müssen anfangs besonders aufmerksam gegossen werden, da ihr Wurzelwerk noch klein ist.

Fehler 5: Blindes Vertrauen auf den Sommerregen

Ein kurzes Sommergewitter zieht vorbei und Sie denken sich entspannt: "Super, das Gießen hat sich erledigt!" Oft ist das leider ein Trugschluss. Wenn es stark auf einen völlig ausgetrockneten Boden prasselt, fließt das Regenwasser oft oberflächlich ab und dringt gar nicht bis zu den Wurzeln durch.  Ein kräftiger Regenschauer von 10 Litern pro Quadratmeter entspricht auf dieser Fläche gerade einmal dem Volumen einer einzigen Gießkanne. Machen Sie immer die Fingerprobe! Wenn die Erde wenige Zentimeter unter der Oberfläche noch trocken ist, müssen Sie trotz des Regenschauers zur Gießkanne greifen.

Fehler 7: Leitungswasser verwenden

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Wer bei 30 Grad im Schatten den Gartenschlauch aufdreht und eiskaltes Leitungswasser direkt über die Beete jagt, verpasst seinen Pflanzen aber einen regelrechten Kälteschock. Zudem ist Leitungswasser in vielen Regionen sehr hart und kalkhaltig. Ein absoluter Albtraum für kalkempfindliche Schönheiten wie Hortensien, Blaubeeren oder Rhododendren, deren Blätter sich schnell gelb verfärben. Die absolute Geheimwaffe ist die Regentonne. Regenwasser ist weich, kalkfrei, hat die perfekte Außentemperatur und ist obendrein völlig kostenlos. 

Fehler 8: Zu viel Schwung beim Gießen

Die Zeit drängt, also wird die volle Gießkanne einfach im hohen Bogen und mit einem harten Schwall über der Pflanze entleert. Ein fataler Fehler. Wer das Wasser mit zu viel Druck und Schwung auf die Erde klatschen lässt, spült die wertvolle oberste Erdschicht weg und legt empfindliche Wurzeln frei. Gießen Sie immer bodennah, langsam und sanft. Nutzen Sie den Brausekopf (die Tülle) Ihrer Gießkanne oder des Gartenschlauchs, um einen weichen Landregen zu simulieren. Geben Sie dem Boden Zeit, die Feuchtigkeit wie ein Schwamm aufzusaugen.

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