Der Mai geht zu Ende – und damit startet auch wieder das große Rätselraten um den Sommer. Bauernregeln liefern die ein oder andere
Der Mai neigt sich langsam dem Ende zu und damit beginnt auch wieder die Zeit der großen Sommerfragen: Wird es heuer endlich ein richtiger Bilderbuchsommer? Erwarten uns tropische Nächte und Hitzewellen? Oder doch eher Regenwochenenden und wechselhaftes Wetter? Während heute Wetter-Apps im Minutentakt neue Prognosen liefern, werfen viele trotzdem noch einen Blick auf alte Bauernregeln. Denn rund um Ende Mai gibt es zahlreiche Wetterweisheiten, die angeblich verraten sollen, wie heiß der Sommer wird. Und manche davon wirken überraschend aktuell.
Warum Bauernregeln überhaupt entstanden sind
Bauernregeln gibt es seit Jahrhunderten. Früher waren sie für Landwirt:innen extrem wichtig, weil es noch keine modernen Wetterprognosen gab. Beobachtungen von Wind, Wolken, Temperatur oder Pflanzen wurden über Generationen weitergegeben, oft in Reimform, damit man sie sich leichter merken konnte. Das Ergebnis sind Sätze, die heute fast nostalgisch wirken, aber oft auf jahrelangen Naturbeobachtungen basieren. Gerade Ende Mai spielen viele dieser Regeln auf den Sommerbeginn und mögliche Hitzeperioden an.
„Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass“
Diese Regel kennt fast jede:r. Dahinter steckt die Idee, dass ein wechselhafter Mai mit viel Regen gut für Böden und Pflanzen ist – und dadurch später im Sommer bessere Ernten ermöglicht. Für uns bedeutet das oft: Ein verregneter Frühling muss nicht automatisch einen schlechten Sommer bedeuten. Tatsächlich folgen auf kühlere Maiwochen manchmal besonders heiße Sommerphasen.
„Gewitter im Mai bringen Früchte herbei“
Gewitter Ende Mai gelten in vielen Bauernregeln als Zeichen für einen warmen und fruchtbaren Sommer. Die feuchte Luft und die steigenden Temperaturen sorgen tatsächlich oft dafür, dass die Natur regelrecht explodiert. Allerdings beobachten Meteorolog:innen heute auch, dass Gewitter durch den Klimawandel intensiver werden können, inklusive Starkregen und Hitzewellen im Anschluss.
„Wie das Wetter an Urbani, so das Wetter im Herbst und Juli“
Der Urbanitag am 25. Mai galt früher vielerorts als wichtiger Wetteranzeiger. War es rund um diesen Tag besonders heiß oder trocken, wurde oft auch ein warmer Sommer erwartet. Und tatsächlich: Viele Menschen achten Ende Mai besonders darauf, ob bereits frühsommerliche Temperaturen auftreten. Denn wenn die erste Hitzewelle ungewöhnlich früh startet, steigt oft die Wahrscheinlichkeit für einen insgesamt warmen Sommer.
Was der Sommer 2026 bringen könnte
Schon jetzt rechnen viele Wettermodelle wieder mit einem überdurchschnittlich warmen Sommer in Europa. Besonders längere Hitzeperioden könnten erneut zum Thema werden. Das bedeutet zwar nicht automatisch einen kompletten Rekordsommer, aber Temperaturen deutlich über 30 Grad könnten vielerorts wieder häufiger auftreten.