Straffalle!

Vorsicht! Den meisten ist nicht klar, warum Palmkätzchen zu Ostern keine gute Idee sind

03.03.2026

Sie sind das Symbol für den Frühling und gehören für viele Österreicher zum Palmsonntag wie der Osterstriezel: Palmkätzchen. Doch wer die flauschigen Zweige der Sal-Weide für die heimische Oster-Vase einfach in der Natur pflückt, begeht oft unwissentlich eine teure Straftat. 

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In Österreich haben Palmkätzchen eine lange Tradition. Am Palmsonntag werden die Zweige in der Kirche geweiht und sollen Haus und Hof schützen. Doch was viele nicht wissen: Die Weidenkätzchen stehen vielerorts unter strengem Naturschutz. Wer sie gedankenlos abschneidet, riskiert nicht nur ökologischen Schaden, sondern auch Strafen, die ziemlich hoch sein können.

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Palmenkätzchen: Überlebenswichtig für Bienen 

Der Grund für die strengen Regeln ist einfach, aber gewichtig: Palmkätzchen sind die erste wichtige Nahrungsquelle für Bienen im Frühling. Nach dem Winter finden Insekten hier den lebensnotwendigen Pollen und Nektar. Werden die Sträucher in der freien Natur geplündert, entzieht man den Nützlingen ihre Lebensgrundlage. 

Die „Drei-Zweige-Regel“: Was erlaubt ist

Um die Bestände zu schützen, ist das Pflücken in der freien Natur in Österreich stark eingeschränkt. Besonders im Zeitraum zwischen dem 1. Februar und dem 30. April greift das Gesetz hart durch:

Erlaubt sind pro Tag maximal drei Zweige.

  • Diese dürfen eine Länge von 50 Zentimetern nicht überschreiten.
  • Ausgenommen von diesen Einschränkungen sind lediglich Landwirt:innen. 

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Bis zu 7.000 Euro: Teure Quittung für den Palmstrauß

Wer mit einem zu großen Bündel Palmkätzchen erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen. Der Gesetzgeber versteht hier keinen Spaß und bittet „Wilderer“ empfindlich zur Kasse:

  • Schon beim ersten Mal drohen Bußgelder von bis zu 3.630 Euro.
  • Wiederholungstäter müssen sogar mit Strafen von bis zu 7.620 Euro rechnen. 

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Unser Tipp für stressfreie Deko

Damit das Osterfest harmonisch bleibt, sollten Sie Ihre Zweige ausschließlich im Fachhandel oder bei Gärtnereien kaufen. Diese stammen aus speziellen Kulturen und dürfen bedenkenlos verwendet werden. So bleibt die Oster-Deko schön, die Bienen sind versorgt und Ihr Konto wird geschont! 

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