Nächste Welle

200.000 Flüchtlinge am Weg in die EU

07.09.2015

Nach Österreichs Grenzöffnung für Flüchtlinge bahnt sich die nächste große Welle an.

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© Reuters
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Nachdem sich 16.000 Flüchtlinge am Wochenende ihren Weg von Ungarn durch Österreich nach Deutschland bahnen durften, ist die Lage vorerst beruhigt. „Normalbetrieb“ herrscht laut Innenministerium an der Grenze. Die Ruhe vor dem nächsten Ansturm: 200.000 Flüchtlinge prognostizieren britische Flüchtlingsorganisationen für heuer noch, Ungarns polternder Premier Viktor Orbán warnte gar vor „mehreren Millionen“.

  • Syrien
    Über vier Millionen flüchteten vor dem Krieg, die meisten in die Nachbarstaaten. Die Hoffnung auf Rückkehr schwindet nach über vier Jahren Gefechten. Deshalb wollen alleine aus dieser Region 150.000 noch heuer in die EU.
  • Griechenland
    Die direkte Folge: 20.000 Menschen landen wöchentlich auf Kos und Lesbos. Die griechischen Behörden sind überfordert, ein Großteil der Flüchtlinge tritt den Fußmarsch nach Norden an.

  • Serbien
    Über Mazedonien gelangten auch am Wochenende 4.000 Menschen nach Serbien. Der gefährliche Grenzzaun zu Ungarn hält sie nicht auf.
  • Ungarn
    Die Lager in Südungarn sind wieder mit 5.380 Menschen gefüllt. Einzelne Gruppen marschieren zu Fuß nach Österreich. „Es gibt keinerlei Planungsgrundlage“, klagt Österreichs Innenministerium.
  • Österreich
    Deutschland und Österreich stellen ein Ende ihrer offenen Grenzen in Aussicht. Das Ministerium hält daran fest, dass heuer 80.000 Asylanträge gestellt werden. Experten gehen aber von einer weitaus höheren Zahl der Anträge aus. Es sei jedenfalls erst der Beginn der Flüchtlingswelle, heißt es aus dem Bundeskriminalamt.

 

VIDEO: Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab

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