Wegen Flüchtlingen

53 Prozent der Österreicher fühlen sich unsicher

21.03.2017

Die Flüchtlingssituation hat sich in den letzten Monaten aber für 41 % entspannt.

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In vielen Bereichen sehr kritisch, in einigen entspannt – so sehen die Österreicher das Zusammenleben mit Fremden. Das zeigt das Integrationsbarometer 2017, für das 1.000 Österreicher befragt wurden.

  • Flüchtlinge. Das Zusammenleben mit den Flüchtlingen bewerten 58 % als eher oder sehr schlecht. Für 53 % hat sich das persönliche Sicherheitsgefühl durch die Flüchtlinge verschlechtert. Allerdings sagen 41 %, dass sich die Situation in den vergangenen Monaten entspannt hat.

  • Muslime. Noch schlechter wird das Zusammenleben mit Muslimen bewertet. 61 % sagen, es sei (sehr) schlecht. Nur 7 % sagen: Ja, der Islam gehört zu Österreich.

  • Zuwanderer. Positiver sehen die Befragten das Leben mit „Zuwanderern“ (also etwa auch ausländischen Arbeitskräften). 45 % sagen, dieses funktioniere gut.

Gegen Doppelstaatsbürger –
für Kontrollen an Grenzen

Das Integrationsbarometer fragte auch die jüngsten Vorstöße der Regierung ab, die zum Großteil Zustimmung finden.

  • Doppelstaatsbürgerschaft. 73 % lehnen die Möglichkeit ab, eine Doppelstaatsbürgerschaft, also zum Beispiel eine österreichische und eine türkische Staatsbürgerschaft, zu besitzen. Nur 4 % finden, der Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft sollte erleichtert werden.

  • Obergrenze. Für 46 % ist die Obergrenze von 37.500 Flüchtlingen in diesem Jahr noch zu hoch.

  • Grenzkontrollen. 84 % wollen, dass die Grenzkontrollen beibehalten werden.

  • Mindestsicherung. 72 % halten die Kürzung der Mindestsicherung für (eher) richtig.

Rassismus-Report: Mehr als 1.000 Fälle

1.107 Fälle sammelte die Anti-Rassismus-Initiative Zara im vergangenen Jahr.

Fast ein Drittel der gesammelten rassistischen Vorfälle passierte im Internet. Das ist der höchste jemals gemessene Wert des Zara-Rassismus-Reports. Als besonders drastisches Beispiel schilderte eine Mitarbeiterin die Reaktion auf den Ertrinkungstod eines Flüchtlings: „Mist … hätten alle sein können.“

Zara kritisiert, dass auch Politiker die sozialen Netzwerke benutzen, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu schüren.

Asylwerber: Zutrittsverbot in zwei Schwimmbädern

Im Alltag seien Flüchtlinge und Muslime immer öfter mit Zugangsverboten konfrontiert. Zwei Schwimmbäder in Niederösterreich ließen Flüchtlinge nur „in Begleitung ihrer Betreuer“ hinein.

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