Kampf um Winter-Saison

Aufstand gegen Ski-Aus

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Europa diskutiert ein Ski-Verbot. Die Hoteliers stemmen sich mit aller Kraft dagegen.
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Tourismus. Aufruhr in der Tourismusbranche. Winterurlaub soll europaweit verboten werden. Das jedenfalls fordern Italiens Regierung und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. In Österreich geht es um ein Zwei-Milliarden-Euro-Business, in der Hotelbranche alleine arbeiten 250.000 Menschen.

Ein ÖSTERREICH-Rundruf unter Hotelchefs zeigt: Alle kämpfen ums Aufsperren.

Hotelbetreiberin und Ex-Opernball-Lady Elisabeth Gürtler: „Natürlich ist das derzeit ein Verlustgeschäft.“ Ihr Astoria Resort Seefeld ist für die Weihnachtszeit zu 40 % ausgelastet. Im Notfall, sollten Lifte wirklich geschlossen werden, plädiert Gürtler für Alternativen: „Man kann Schneeschuh wandern, rodeln, langlaufen – da ist man nicht mit Massen zusammen.“

Unternehmen würden zwei Mrd. Euro verlieren

Rettung. Der Tiroler Tourismusunternehmer Christian Harisch (12 Betriebe) sagt resolut: „Wir sperren auf, sobald es möglich ist.“ Er plädierte schon sehr früh für einen Lockdown light, um die Skisaison zu retten: „Ich freue mich nicht, dass ich recht hatte. Mir wäre lieber, ich hätte mich geirrt.“

Sepp Schellhorn, Betreiber des Seehof Goldegg (S.) und Neos-Politiker, will unbedingt Gäste empfangen, aber „viel härter wäre es, wenn ich den Februar aufgrund eines dritten Lockdowns schließen müsste“.

ÖSV-Präsident und Unternehmer Peter Schröcksnadel zum Vorstoß: „Das ist offensichtlich eine Retourkutsche der Italiener, weil Österreich im Sommer gesagt hat: ,Fahrt nicht ans Meer.‘“

Finanzminister Gernot Blümel rechnet, dass eine Schließung zwei Milliarden Euro kosten würde: „Wenn die EU das wirklich will, dann muss sie dafür auch bezahlen.“