Wie früher: Keine Masken, kein Abstand

Bäder-Start ohne Regeln

© TZOe Hoermandinger
Jetzt startet die Bade-Saison. Nach zwei Jahren endlich wieder ohne Corona-Regeln.
Zur Vollversion des Artikels

Österreich. Galten im Vorjahr noch Zwei-Meter-Abstände auf der Liegewiese, vor der Rutsche und im Wasser, 3G und FFP2 in Innenräumen sowie Gästebeschränkungen, steht in der Saison 2022 einem grenzenlosen Badevergnügen nichts mehr im Wege. Die Regeln fallen gänzlich.

Waren es in Wien im Vorjahr nur 1,5 Millionen, stürmen jetzt wieder fast doppelt so viele (2,5 Millionen) Richtung kühles Nass – das derzeit aber noch zu kalt ist (ca. 10 Grad), während die Temperaturen am Weekend auf über 20 Grad klettern können.

Nur eines könnte die Euphorie noch bremsen, befürchten Betreiber: die Teuerung. Denn in Graz, Linz und Innsbruck werden die Preise erhöht (siehe Kasten).

Gegen Teuerung: Bonuscards, Aktionen & Rabatte

  • Wien. „Es gibt keine Registrierungen, keine Kontrollen und keine Abstandsregeln mehr“, bestätigt Martin Kotinsky, Sprecher der städtischen Bäder, die ab dem 2. Mai öffnen. Auch der 1,2,3-Preis ist Geschichte. Im vergangenen Jahr konnten Kinder um 1 Euro, Jugendliche um 2 und Erwachsene um 3 Euro ins Bad. Stattdessen wurden die Ticketpreise bereits im September 2021 angehoben: Erwachsene zahlen 6,20 Euro (30 Cent mehr) für eine Tageskarte. Geplant sind heuer dafür Bonuscards, bei 5 Eintritten gibt es einen Eintritt umsonst. Eines bleibt aber: die Bäder-Ampel. So sieht man daheim, ob das Bad noch Kapazitäten hat.
  • NÖ. Wiener Neustadt (Akademiebad), Baden (Termalstrandbad) und Klosterneuburg starten die Saison auch am Wochenende – die 146 NÖ-Freibäder hatten in den Corona-Jahren ein Gäste-Minus von 30 %. Man hofft auf ein Besucher-Comeback.
  • Graz. In Graz startet die Saison für zwei von sieben Bädern der Graz Holding schon am 1. Mai. Heuer gibt es Vergünstigungen für Inhaber der SozialCard.

Millionen Badegäste müssen jetzt nur noch hoffen, dass die Pandemie und ihre Regeln über den Sommer Pause machen.