Tödliches Bad

Vermisster im Neusiedler See ist tot

19.08.2009

Nach einem Fest ging ein 20-jähriger Ungar baden. Jetzt wurde seine Leiche entdeckt.

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Die Leiche eines seit Montag am Neusiedler See bei Mörbisch vermissten ungarischen Staatsbürgers wurde am Mittwoch im Rahmen einer Suchaktion von Polizei und Feuerwehr entdeckt. Der 20-Jährige hatte laut Sicherheitsdirektion Burgenland am Montag gemeinsam mit etwa 70 weiteren Personen bis etwa 21.00 Uhr an einem Firmenfest in Mörbisch teilgenommen.

Kleider auf der Parkbank
Angaben von Zeugen zufolge ging er dann mit einigen Teilnehmern im Bereich der Badeanlage schwimmen. Nachdem sich der Ungar am Dienstag nicht bei seinen Eltern gemeldet hatte und Kleidungsstücke auf einer Parkbank gefunden worden waren, leitete die Polizei eine erste Suchaktion ein, die am Mittwoch wieder aufgenommen wurde.

Der 20-Jährige wollte mit einigen anderen Teilnehmern des Festes von der Liegewiese zur Badeinsel schwimmen, kehrte aber nicht mehr zurück. In dem Bereich ist der Neusiedler See etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Einige Personen begannen zunächst noch, nach ihm zu suchen. Als sie den 20-Jährigen nicht fanden, dachten sie laut Exekutive, dass er bereits gegangen sei.

Eine Angestellte des Seebades entdeckte Dienstag dann früh direkt an der Kaimauer bei der Badeanlage Kleidungsstücke, ein Geldbörse sowie ein Handy und informierte die Polizei. Der junge Ungar war auch nicht in die Wohnung der Eltern zurückgekehrt.

Dienstagnachmittag begann daraufhin eine Suchaktion, an der Feuerwehrtaucher und Exekutive beteiligt waren. Vier Taucher des Landesfeuerwehrkommandos Burgenland sowie Polizeiboote suchten, von der vermuteten Einstiegsstelle ausgehend, den See ab. Die Aktion wurde durch starken Nordwind, der eine starke Strömung verursachte, erschwert.

Leiche entdeckt
Zunächst gab es kein Ergebnis. Mittwochvormittag wurde die Suche nach dem Vermissten wieder aufgenommen. Schließlich wurde die Leiche des jungen Mannes entdeckt. Über die Todesursache gab es noch keine Angaben.

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