Tragödie

Ein Toter: Lawinen-Schock in den Schladminger Tauern

04.04.2026

Traurige Gewissheit in den Tauern: Der seit Freitag vermisste Skitourengeher konnte nur noch tot geborgen werden. Für den Urlauber kam jede Hilfe zu spät.

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© Bergrettung Obertauern
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Der vermisste Skitourengeher ist am Samstag bei einer groß angelegten Suchaktion in den Schladminger Tauern im Salzburger Lungau tot aufgefunden worden.

Der offenbar 40-jährige Urlauber aus der Slowakei ist bereits am Freitagnachmittag auf der Plattenspitze (2.294 Meter) von einer Lawine erfasst worden sein. Die Lawine, die im freien Gelände abgegangen ist, war rund 150 breit und rund 200 Meter lang. Dabei wurde er rund 2,5 Meter tief unter den Schneemassen verschüttet. Ein Lawinenverschüttetensuchgerät hatte er nicht bei sich.

Erste Suche blieb erfolglos

Schon am Freitagabend hatten rund 15 Bergretter nach dem Mann gesucht, mussten den Einsatz jedoch wegen der Dunkelheit abbrechen. Am Unglücksort entdeckten sie einen großen Lawinenkegel – mit einer Spur, die hineinführte, jedoch nicht mehr heraus.

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Großeinsatz mit Hunden und Hubschrauber

Am Samstag wurde die Suche massiv ausgeweitet: Ein Großaufgebot an Einsatzkräften beteiligte sich am Samstag an der Suche 60 Einsatzkräfte rückten aus, unterstützt von Suchhunden sowie der Alpin- und Flugpolizei.

© Bergrettung Obertauern

Dichter Nebel und starker Wind erschwerten die Suche erheblich. Schließlich konnte der Mann mithilfe des sogenannten RECCO-Systems lokalisiert werden, das spezielle Reflektoren in Kleidung oder Ausrüstung aufspürt. "Es konnte nur mehr der Tod des Mannes festgestellt werden", erklärte der stellvertretende Ortsstellenleiter der Bergrettung Obertauern, Michael Koch. 

Lawinengefahr war bekannt

Für das Gebiet galt laut Lawinenlagebericht bereits am Freitag oberhalb von 2.000 Metern Warnstufe 2 („mäßig“). Experten warnten insbesondere vor schwer erkennbaren Triebschneeansammlungen, die schon bei geringer Belastung ausgelöst werden können.