Nächstes Opfer

Lawine in Tirol: Freerider aus Italien (41) starb

Ein Lawinenabgang hat Samstagnachmittag nach Vorarlberg - wo ein Skitourengeher (53) ums Leben kam - einen weiteren Toten in Tirol gefordert.  

Tirol. Ein 41-jähriger Freerider aus Italien wurde bei der Abfahrt vom Marchkopf in den Tuxer Alpen im Zillertal von einem rund 250 Meter breiten Schneebrett erfasst, mitgerissen und komplett verschüttet. Der Wintersportler wurde nach 30 Minuten von Rettungskräften aus den Schneemassen in 1,60 Meter Tiefe geborgen, sagte ein Polizeisprecher zur APA. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Der Alpinist verstarb noch an Ort und Stelle. Ein 36-jähriger Landsmann, der mit ihm unterwegs war, wurde ebenfalls von der Lawine erfasst und mitgerissen, jedoch "nur" teilverschüttet. Der Mann konnte sich selbst ausgraben, setzte einen Notruf ab und begab sich sofort auf die Suche nach seinem Kameraden. Der Freerider zog sich eine Handverletzung zu.

Lawine Hochfügen
© Zoom Tirol

Tourengeher  in Vorarlberg tödlich verletzt 

Die beiden Italiener waren laut Exekutive zuvor gegen 17.15 Uhr in einen 40 Grad steilen Nordwesthang eingefahren, als sich rund 100 Meter unterhalb des Gipfels plötzlich das Schneebrett löste. Im Einsatz standen zwei Rettungshubschrauber sowie Bergretter.

In Tirol herrschte am Samstag verbreitet erhebliche Lawinengefahr, also Stufe 3 auf der fünfteiligen Skala. Bei dieser Gefahrenstufe passieren gewöhnlich die meisten Lawinenunfälle. 

Ein 53-jähriger Skitourengeher ist davor am Samstag bei einem Lawinenabgang westlich des Gipfels Winterstaude in Egg/Schetteregg in Vorarlberg (Bezirk Bregenz) ums Leben gekommen. Der Mann war laut Polizei in den Nordhang eingefahren, als sich das Schneebrett löste und ihn über 295 Meter weit und 214 Meter, zum Teil über felsdurchsetztes steiles Gelände, in die Tiefe riss. Dort blieb der Mann schließlich regungslos liegen. Für den Wintersportler kam jede Hilfe zu spät.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten