Unwetter

Heftige Gewitter nach Hitzewelle

30.06.2012

Hagel, Regen, Gewitter: Hitzewelle brachte heftige Gewitter.

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© FF Liebenau
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900 Feuerwehrleute sind Sonntagabend nach Unwettern in Oberösterreich im Einsatz gestanden. Heftige Gewitter mit Starkregen und Sturmböen verursachten lokale Überflutungen und Murenabgänge. In Liebenau bei Freistadt setzte ein Blitz einen Geräteschuppen in Brand, wie das Landesfeuerwehrkommando bekanntgab. Noch in der Nacht beruhigte sich die Lage, Montagfrüh waren nur mehr vereinzelt Helfer im Einsatz.



  Um etwa 19.00 Uhr setzen in Teilen des Bundeslandes schwere Unwetter ein. Besonders stark betroffen waren die Mühlviertler Bezirke Freistadt, Perg und Urfahr-Umgebung. Gegen 20.20 Uhr schlug in Liebenau ein Blitz in ein Wirtschaftsgebäude ein, der Schuppen begann zu brennen. Zwei Traktoren, drei weitere Fahrzeuge sowie mehrere landwirtschaftliche Geräte wurden ein Raub der Flammen. Der 64-jährige Besitzer erlitt einen Schock und musste ärztlich versorgt werden. Verletzte waren nicht zu beklagen.

Aktuelle Unwetter-Warnungen der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG):

© wetter.at

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Es drohen weitere Gewitter
Auch am Montag gehen im Westen und Südwesten gehen in der ersten Tageshälfte und erneut am Nachmittag Regenschauer und Gewitter nieder. In der Osthälfte des Landes soll es noch bis Dienstag Nachmittag sonnig bleiben, doch dann soll auch hier eine kurzzeitige Abkühlung stattfinden.

Deutschland: Eine Tote und zahlreiche Verletzte
In Deutschland war schon in der Nacht auf Sonntag vor allem der Süden von heftigen Unwettern heimgesucht worden – mit Toten und zahlreichen Verletzten. In Bayern stürzte ein Baum auf ein Auto. Die Feuerwehr konnte die Lenkerin (24) nur noch tot bergen.

Bei einem Heavy-Metal-Musikfestival in Nordsachsen wurden bei einem Blitzeinschlag 51 Menschen verletzt. Der Blitz hatte auf der Festivalbühne eingeschlagen, durch den Orkan wurden Zelte durch die Luft geweht.

Auch in Berlin tobten schwere Gewitter: Insgesamt wurden dort 8.000 Blitze gezählt. Die Feuerwehr musste den Ausnahmezustand verhängen.

Nach der Gluthitze zog auch über die Schweiz eine Unwetterfront: In Zürich ging Sonntag früh ein schweres Hagelgewitter nieder und „fällte“ zahlreiche Bäume.

USA: Mindestens 13 Tote und keine Stromversorgung
Am dramatischsten war die Situation in den USA: Zuerst gab es eine Glut-Hitze mit 40 Grad und mehr und heftige Waldbrände in Colorado, dann schwere Unwetter. Im Osten des Landes starben mindestens 13 Menschen. Alleine in der Hauptstadt Washington gab es fünf Tote. 3,7 Millionen Haushalte waren in neun Bundesstaaten ohne Strom – sie litten, weil Klimaanlagen ausfielen. Die Behörden riefen den Notstand in vier Bundesstaaten aus.

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