Vorfall gefilmt
Kein 2G-Nachweis: Kunde stiehlt Ware
Wien. Einer von zehn Kunden reagiert aggressiv auf die vorgeschriebenen 2G-Kontrollen im Handel, sagt Rainer Will vom Handelsverband zu ÖSTERREICH. „Das Personal wird beleidigt, gefilmt, mit Namen ins Internet gestellt und zur Zielscheibe.“ Händler werden als Impffaschisten gebrandmarkt.
Kein 2G-Nachweis: Kunde stiehlt Ware
Diebstahl. Ein (ungeimpfter) Mann hat sich sogar selbst gefilmt, wie er Schreibwaren stiehlt, weil er sie nicht bezahlen darf. Denn ohne gültiges Impf- oder Genesungszertifikat ist der Einkauf verboten. Der Vorfall ereignete sich in einem Schreibwaren-Geschäft in Graz. Der Kunde will ohne 2G-Nachweis an der Kassa zahlen, die Schreibwaren-Mitarbeiterin bittet ihn um den Nachweis. Es bricht eine Diskussion aus.
Nach mehrmaligen hin und her, fragt der Kunde ohne 2G-Nachweis erneut: "Darf ich das jetzt bezahlen?". "Nein", antwortet die Kassiererin. "Dann schenken Sie mir das. Danke vielmals. Wiedersehen!", sagt der Kunde und geht offenbar samt Ware aus dem Geschäft.
Verstärkte Polizei-Unterstützung zugesagt
Grenze. „Wir haben uns stets für positive Anreize eingesetzt“, so Will: „Schon im Sommer, als die Politiker im Urlaub waren.“ Jetzt müsse man trotz FFP2-Pflicht noch 2G kontrollieren. Das Innenministerium reagiert nun und sagt verstärkt Polizei-Unterstützung und Schutz im Handel zu.