Junger Frau droht Haft

Corona-Kranke fälschte Test für Party: Cluster

© Getty (Symbolbild)
Diese Vorgangsweise einer 17-Jährigen ist an Gewissen­losigkeit kaum zu toppen. Ihr Cluster umfasst 11 Personen.
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NÖ. Die junge Frau aus Neunkirchen schummelte sich nämlich auf die „Purge“-Halloween-Party in der Arena Nova in Wiener Neustadt, obwohl sie genau wusste, dass sie an Corona erkrankt und hoch ansteckend war:

Zwei Tage davor hatte sie in einer regionalen Apo­theke einen Covid-Test gemacht, bei dem tags darauf eine Infektion nachgewiesen worden war. Obwohl sie per SMS verständigt ­wurde, bequemte sich die 17-Jährige nicht sofort in Quaran­täne oder wendete sich an 1450, sondern musste unbedingt zur Party nach Wiener Neustadt. Um sich unter die 4.000 Besucher zu mischen, fälschte sie einen negativen Corona-Selbst-Test, wobei sie noch dazu mit dem Zug anreiste – und vielleicht auch dort schon Leute angesteckt hat.

Mit Stand Samstag umfasst der Cluster schon 11 Personen. Dass es nicht noch (viel) mehr sind, ist ­übrigens der Apothekerin zu verdanken, die den positiven Test an der Frau gemacht hatte und die zufällig auch auf der Purge-Party war. Wie ÖSTERREICH berichtete, alarmierte die Apothekerin die Securitys, die die Verdächtige umgehend aus der Menge fischten.

Auch hohe Geldstrafe für 17-Jährige denkbar

Polizei und Rettung wurden verständigt, wie der Veranstalter auf seiner Homepage in einem offiziellen Statement klarstellt: „Ein weiterer Test wurde durchgeführt, der dann positiv ausfiel. Rechtliche Schritte durch unseren Anwalt wurden eingeleitet.“ Der mehrfach angezeigten jungen Frau droht jetzt großes juristisches Ungemach, die ihr sogar Gefängnis einbringen könnte – für die vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten (§ 178 StGB). Bis zu drei Jahre Haft sind bei Erwachsenen möglich, in ­ihrem Fall die Hälfte.

Noch heftiger ist die Strafandrohung aufgrund des Verdachts der Urkundenfälschung: Hier sind bei Erwachsenen bis zu fünf Jahre möglich. Und selbst wenn sie nur eine bedingte Haft ausfasst, wird die Geldstrafe für das rücksichtslose Pandemie-Party­girl entsprechend hoch.