Stadteigene PV-Anlage bringt mehr Power nach St. Pölten
09.01.2026
In weniger als drei Monaten (Anfang Oktober bis Ende Dezember 2025) wurde die erste stadteigene PV-Freiflächenanlage errichtet und in Betrieb genommen. Die erneuerbare Energie komme sowohl der Stadt, als auch den Mitgliedern der EnergieRegion St. Pölten zugute.
St. Pölten startet mit voller Energie ins neue Jahr. An der S33 wurde in den letzten Monaten eifrig an der Errichtung der ersten stadteigenen PV-Anlage gearbeitet. Nun wird diese gemeinsam mit einem Riesenspeicher in Betrieb genommen. Besonderes Augenmerk wurde bei der Errichtung auf die Energie gelegt. Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ), der sich über die Umsetzung dieses wegweisenden Projektes freut: „Die EnergieRegion St. Pölten wächst und gedeiht. Mit erneuerbarer Energie bleibt die Wertschöpfung in der Region und wir sorgen damit gleichzeitig für eine günstigere, umweltfreundlichere und konstantere Energieversorgung.“
Starker Ausbau der Energie für die Zukunft
Die angestrebte Zukunft bedeute einen starken Ausbau der erneuerbaren Energie für die St. Pöltner. Mit einer 670 Kilowatt-Peak-Anlage in Ost-West-Ausrichtung und einem 1-Megawatt-Batteriespeicher geht der Ausbau der EnergieRegion stetig voran. „Durch die neue Anlage können wir den Mitgliedern der Energiegemeinschaften und der Genossenschaft noch mehr bieten. Der kontinuierliche Ausbau führt zu einer weiteren Stärkung der EnergieRegion St. Pölten“, ist der Leiter der Klimakoordinationsstelle St. Pölten, Franz Gruber überzeugt. Ein besonderes Feature des Projekts ist der zusätzliche Speicher. „Dadurch erhöhen wir die Kapazität in den Abendstunden und können so auch beispielsweise Strom für die Straßenbeleuchtung zur Verfügung stellen“, so Gruber.
Neben Raststation und Autobahn gebaut
Für die Umsetzung wurde lange nach einer geeigneten Fläche gesucht. Fündig wurde man in Wagram, in unmittelbarer Nähe zu der Autobahn-Raststation sowie Auf- und Abfahrt St. Pölten Ost. „Das Gebiet ist infrastrukturell vorbelastet und als öffentliche Verkehrsfläche gewidmet, da sie eine Erweiterungsfläche für die Raststation St. Pölten Ost gewesen wäre. In Abstimmung mit der ASFINAG wurde geklärt, dass eine Erweiterung in dem Ausmaß nicht notwendig ist“, erklärt Projektleiterin Carina Wenda von der Klimakoordinationsstelle des Rathauses. Das Niederösterreichische Raumordnungsgesetz lasse die Nutzung von Verkehrsflächen für die Produktion von erneuerbaren Energien zu. Somit kann das Grundstück für einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende genutzt werden“, so Wenda.
Rücksicht auf Pflanzen und Tiere
Die PV-Module werden in den Untergrund gerammt, wodurch kein Betonfundament erforderlich sei. Zudem würden beim Bauprojekt die vorhandene Böschung erhalten bleiben und es werde zusätzlich noch rund um die neue PV-Fläche ökologisch aufgewertet. An den Grundstücksgrenzen der östlichen, westlichen und südlichen Seite werde jeweils eine zweireihige Hecke nach Biodiversitätsrichtlinien errichtet. Nördlich vom Fundament der Batteriemodule werde innerhalb vom Grundstück ebenfalls eine zweireihige Hecke gepflanzt. Verschiedene Arten würden für ökologische Vielfalt sorgen. Zudem werde die Zufahrtsstraße versickerungsfähig ausgestaltet. Auch die Einfriedung werde gerammt, dadurch sind keine Punktfundamente notwendig. Dafür berücksichtigt diese, dass Niederwild und Kleinsäuger die Fläche weiterhin nutzen und durchwandern können. Rehe werden hingegen abgehalten, damit sie nicht innen eingesperrt sind. Nur für den Speicher ist ein Fundament erforderlich.