Demokratie leben
Windräder: Experten machen Volkswillen madig
18.03.2026Nur 13 Stimmen haben entschieden. In Burgschleinitz-Kühnring haben sich die Bürger GEGEN Windräder ausgesprochen! Doch jetzt reden Experten das Ergebnis schlecht - und die FPÖ ist stinksauer.
Knapper geht's kaum: Mit nur 13 Stimmen Vorsprung haben die Bürger der Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring dem Verbund-Projekt den Stecker gezogen. Drei Windräder sollten hier aufgestellt werden - doch daraus wird jetzt NICHTS. Bürgermeister Andreas Boigenfürst (ÖVP) nimmt's mit Fassung: "Der demokratische Wille hat entschieden. Und dieses Ergebnis respektieren wir."
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Rückschlag für Windkraft-Lobby: Sechs Mal „Nein“ in NÖ
Und Burgschleinitz ist kein Einzelfall! Zwischen 2019 und 2025 stimmten 15 niederösterreichische Gemeinden über Windräder ab - in sechs davon gab es ein klares Nein. Das Land will bis 2030 auf 1.000 Windräder kommen, aktuell sind es noch 830. Ob das klappt? Fraglich!
FPÖ rastet aus: "Gefährlicher Angriff auf den Bürgerwillen“
Jetzt knallt's richtig! Denn Experten stellen sich gegen die Volksbefragungen - und die FPÖ schlägt mit voller Wucht zurück. FPÖ-Kommunalsprecher LAbg. Dieter Dorner lässt kein gutes Haar an den Kritikern: "Hier wird versucht, den Bürgerwillen schlechtzureden, weil das Ergebnis nicht ins eigene Weltbild passt!"
Für Dorner ist das nichts weniger als eine "gefährliche Geringschätzung des Souveräns" - ein direkter Angriff auf die Mitsprache der Menschen. Und weiter: "Nicht die Niederösterreicher, sondern die Experten, die unsere Landsleute mundtot machen wollen, sind hier ganz offensichtlich das Problem."
Dorner: „Anschlag auf die Meinungsfreiheit“
Der FPÖ-Politiker legt noch einen drauf: Wer behaupte, direkte Demokratie führe in Sackgassen, zeige vor allem eines - ein "gefährliches Demokratieverständnis". Die Aussagen der Experten seien laut Dorner ein "Anschlag auf die Meinungsfreiheit". Die FPÖ NÖ stellt sich klar schützend vor die Bevölkerung: "Finger weg vom demokratischen Werkzeug der Volksbefragung!"
Experten kontern
Klimaökonomin Sigrid Stagl von der WU Wien meint zwar, Volksbefragungen würden Gemeinden spalten und seien problematisch. Und Kommunikationsberater Ulrich Müller plädiert für Bürgerforen statt Ja/Nein-Fragen. Doch die FPÖ bleibt dabei: Das Volk muss das letzte Wort haben.