Ex-Hiller-Kaserne
Neuer Stadtteil im Linzer Süden: Erste Wohnungen bezugsfertig
27.02.2026Rund 3.000 Wohnungen entstehen auf 32 Hektar in Ebelsberg.
Linz. Der erste Bauabschnitt für das "Projekt Sommerfeld" im Linzer Süden ist fertiggestellt. 44 Wohnungen aus einem revitalisierten Altbestand der ehemaligen Hiller-Kaserne in Ebelsberg sind bereits vergeben, weitere folgen ab Herbst. Rund 3.000 Wohnungen für mehr als 6.000 Menschen werden im neuen Stadtteil auf 32 Hektar in den kommenden zehn bis 15 Jahren gebaut werden. Geplant wird seit 2016, am Freitag wurde der aktuelle Stand der Presse im Detail vorgestellt.
"Es wird ein durchmischter Stadtteil entstehen, der einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des steigenden Wohnbedarfs in Linz leistet", so Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) in den Presseunterlagen. Konkret könne das Projekt bis zu 50 Prozent des zusätzlichen Wohnungsbedarfs abdecken, den die Stadt in den nächsten zehn Jahren haben wird. Weitere Schlagworte der Präsentation waren leistbares Wohnen, Arbeitsplätze, Nahversorgung, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie großzügige Grünräume.
Zwölf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter
Die Quadratmetermiete beträgt für die eben fertiggestellten Wohnungen in den sanierten ehemaligen Kasernengebäuden zwölf Euro netto ohne Betriebskosten. Neun Bestandsgebäude werden revitalisiert und in diesen 422 Mietwohnungen zur Verfügung stehen, dazu kommen in den kommenden zehn bis 15 Jahren zahlreiche Neubauten. Ein Gesundheitszentrum wurde bereits im April 2025 eröffnet, im Endausbau sind Krabbelstube und Kindergarten, eine Volksschule und ein Hort geplant. Ein "substanzieller Anteil an der Gesamtfläche" solle für Gewerbe- und Büronutzung sowie für Nahversorgung, Handel und Dienstleistungen bereitstehen, hieß es. Freiräume soll es im "Sommerpark" am Gelände zusammen mit den nahe gelegenen Traunauen und dem Schlosspark geben.
Das Thema des zusätzlichen Verkehrs sei in dieser frühen Phase noch nicht einbezogen, es werde aber für den weiteren Baufortschritt relevant und mitbedacht, hieß es von den Projekt-Planern. Dass auch die geplante Trasse der Osttangente durch das Areal verlaufen könnte, sei von den politischen Entscheidungsträgern abhängig und man beobachte die weitere Entwicklung.