Schmittentunnel
Nach Tunnel-Pfusch: Land Szbg. schaut bei 3 Mio. Euro Entschädigung durch die Finger
Szbg. Mit dicken Baumstämmen musste der Tunnel vor dem Einsturz bewahrt werden, als das 1992 gebaute Portal die Lasten statisch nicht mehr tragen konnte. Das Land Salzburg bekommt keine Entschädigung von den Erbauern des einsturzgefährdeten Südportasl beim Schmittentunnel in Zell am See (Pinzgau). Die Gründe dafür: Fristen sind längst verjährt und die Hauptfirma Alpine ist pleite gegangen. Der Schmittentunnel musste um drei Mio. Euro saniert werden.
Laut Gutachten von unabhängigen Bautechnikern war die Tunneldecke von Beginn an nicht auf die große Belastung durch das Erdreich ausgelegt, das sich darüber befand. Gleich mehrere Firmen haben zwischen 1991 und 1996 den Schmittentunnel gebaut. Die Umfahrung für Zell am See war ein Sonderprojekt zweier Vorgängergesellschaften der heutigen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungsgesellschaft ASFINAG.
Für den Schadenersatz- und Rechtsexperten Georg Graf von der Universität Salzburg ist klar, dass das Bauunternehmen Alpine und dessen Planungsbüro für den Schaden verantwortlich sei. Das steht auch in einem Gutachten Grafs. Das Land könne dennoch seine Ansprüche nicht durchsetzen, weil seit 1992 – seit der Fertigstellung des Bauabschnitts – eine dreijährige und eine dreißigjährige Verjährungsfrist längst abgelaufen seien.