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"Unerträglich heiß": Land bereitet sich auf 40-Grad-Sommer vor

21.04.2026

Japan reagiert auf extreme Temperaturen und führt eine neue Hitzekategorie ein. Auch für Österreich sieht ein Experte eine ähnliche Entwicklung. 

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© Jens Büttner/dpa
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Wenn das Thermometer auf 40 Grad oder mehr klettert, gilt es in Japan ab sofort als „unerträglich heiß“. Das nationale Wetteramt hat diese neue Kategorie eingeführt, um die Bevölkerung deutlicher vor Extremtemperaturen zu warnen.

Neue Kategorie eingeführt

"Wir haben Sommertage mit über 25 Grad, wir haben Hitzetage mit 30 Grad und mehr; ab 35 Grad sprechen wir von extrem heißen Tagen – und aufgrund der Erwärmung treten auch in Japan immer öfter Tage mit 40 Grad auf", erklärt ORF-Meteorologe Marcus Wadsak in einem Social-Media-Video.

Die Entscheidung basiert auf einer großen Umfrage mit rund 478.000 Teilnehmern. Die Mehrheit sprach sich für die drastische Bezeichnung aus. "Es wurde ganz knapp nicht 'Tag zum Zuhausebleiben' – hätte mir auch gut gefallen", sagt Wadsak.

Prognose für Österreich

Wadsak geht davon aus, dass sich diese Kategorie auch hierzulande durchsetzen wird: "Unerträglich heiß" sei eine Einteilung, "die sich über lang oder kurz auch bei uns durchsetzen wird." Aktuell sind die Temperaturen allerdings noch weit davon entfernt.

Rekordwerte und Folgen

2025 war der heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen in Japan. Besonders im Norden wurden außergewöhnlich hohe Durchschnittstemperaturen gemessen. In mehreren Städten wurden 40 Grad erreicht, in einer Präfektur sogar mehr als 41 Grad.

 

Auch abseits der Hitze gab es Extreme: viele Sonnentage, gleichzeitig deutlich zu wenig Regen. In einigen Regionen wurden historische Tiefstwerte bei den Niederschlägen verzeichnet, die Regenzeit endete im Westen rund drei Wochen früher als üblich.

Maßnahmen gegen Hitze

Die gesundheitlichen Folgen sind laut Bericht erheblich. Vor allem ältere Menschen sind gefährdet. In den vergangenen fünf Jahren waren rund 80 Prozent der Hitzetoten Senioren. Städte und Gemeinden reagieren mit Maßnahmen wie Kühlräumen, Trinkwasserstellen und digitalen Warnsystemen.