Große Reform

Kroatien plant neue Hammer-Regeln für Urlauber

Kroatien plant eine umfassende Reform für Tourismus, Hotellerie und Gastronomie – eine der größten Gesetzesänderungen der vergangenen Jahrzehnte.  

Das zuständige Ministerium für Tourismus und Sport Kroatien reagiert damit auf tiefgreifende Veränderungen in der Branche, darunter der Boom von Kurzzeitvermietungen, steigende Besucherzahlen und neue Konsumgewohnheiten von Reisenden.

Energydrinks  erst ab 18

Ein zentraler Punkt der Reform betrifft den Jugendschutz. Künftig soll der Ausschank von Energydrinks an unter 18-Jährige in Gastronomiebetrieben verboten werden. Tourismusminister Tonči Glavina begründet dies mit gesundheitlichen Risiken durch koffein- und stimulanzienhaltige Getränke. Diese sollen rechtlich ähnlich behandelt werden wie Alkohol. Betriebe werden verpflichtet, entsprechende Verbote sichtbar auszuweisen, Verstöße könnten mit Strafen von mehreren tausend Euro geahndet werden.

Energydrink
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Darüber hinaus sollen Gemeinden mehr Befugnisse erhalten, um gegen exzessiven Alkoholkonsum und Partytourismus vorzugehen. Geplant ist, den Alkoholausschank zeitlich einzuschränken, um Lärmbelästigung und Sicherheitsprobleme in beliebten Urlaubsorten zu reduzieren. Vergleichbare Maßnahmen existieren bereits in anderen europäischen Tourismusregionen und haben dort teils zu einer Entlastung der Anwohner geführt.

Privatvermietungen 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung illegaler Privatvermietungen. Nicht registrierte Anbieter müssen künftig mit drastischen Geldstrafen rechnen. Auch Online-Plattformen sollen stärker in die Pflicht genommen werden, indem Inserate ohne gültige Registrierung entfernt werden müssen. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern und Steuerausfälle zu reduzieren.

Kroatien plant neue Hammer-Regeln für Urlauber
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Zudem plant die Regierung strengere Qualitätskontrollen für Unterkünfte. Regelmäßige Neubewertungen sollen sicherstellen, dass Standards langfristig eingehalten werden. Insgesamt zielt das Gesetzespaket darauf ab, den Tourismus nachhaltiger zu gestalten und klare Regeln für alle Marktteilnehmer zu schaffen.

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