"Dynamik gebremst"

Putin gibt Probleme in Russland zu

epa13018106 Russian President Vladimir Putin delivers a speech during the main session of the St. Petersburg International Economic Forum (SPIEF) in St. Petersburg, Russia, 05 June 2026. The 29th St. Petersburg International Economic Forum is held from 03 to 06 June 2026. EPA/ANATOLY MALTSEV
© EPA
Russlands Präsident Wladimir Putin hat Probleme der russischen Wirtschaft eingeräumt.
OE24 auf Google bevorzugen

"Ja, die wirtschaftliche Dynamik ist derzeit gebremst", sagte Putin bei seiner Rede auf der Plenarsitzung des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF). Russland sei jetzt auf dem Niveau angekommen, auf dem sich Europa schon jahrelang befinde, sagte er in einem Seitenhieb gegen die EU. Der Kremlchef zeigte sich überzeugt, dass es mit der Wirtschaft bald wieder bergauf gehe.

Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg gegen die Ukraine. In den ersten Jahren ist es Moskau dabei trotz westlicher Sanktionen durch die Umstellung der Wirtschaft auf die Kriegsproduktion gelungen, Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Das Wachstum hat sich allerdings bereits 2025 deutlich abgekühlt, im ersten Quartal 2026 musste die Regierung einen Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt konstatieren.

Zinsen in Russland

In seiner Rede deutete Putin auch an, dass das Haushaltsdefizit im laufenden Jahr weiter wachsen könne. Derzeit liege es aber nur bei 2,6 Prozent, das liege unter den Defizitwerten europäischer Länder, betonte er. Was er dabei ausließ - wegen der mit der Inflation einhergehenden hohen Zinsen in Russland muss Moskau für seine Staatsverschuldung vergleichsweise mehr Geld ausgeben als die EU-Länder.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden