Mitarbeiter fürchteten ''um ihr Leben''
Kult-Eissalon Tichy schließt aus ''Angst vor Corona''
Favoriten. Das schöne Wetter und der nahende Lockdown brachten in den letzten Tagen einen großen Ansturm auf den Eissalon Tichy am Reumannplatz. Zu groß. Hundert Meter lange Schlangen, kein Abstand, wenig Masken waren die Folge.
Nun hat sich der Eissalon dazu entschlossen, vorübergehend freiwillig zu schließen. Denn eigentlich wäre ja Take-away grundsätzlich auch während der Osterruhe erlaubt.
Mitarbeiter hatten Angst um die Gesundheit
Angst. „Wir haben geschlossen, weil der Andrang auf den Salon so groß war und die Mitarbeiter regelrecht Angst um ihr Leben hatten“, hieß es seitens der Betreiber. Die Menschen seien dicht gedrängt, teilweise ohne Maske ins Lokal gekommen. Das Personal habe alles dafür getan, dass die Maßnahmen eingehalten werden. Vergeblich. Aus Sicherheitsgründen, zum Schutze der Mitarbeiter und der Gäste, hat der Eissalon nun zugesperrt.
Reißleine gezogen
„Vorübergehend während des Lockdowns“ bleibt das Eisgeschäft geschlossen, wie es heißt. Auch die Polizei sei, laut Tichy, mehrmals gekommen. Dabei kam es jedoch zu „keiner Anzeigenflut“, so eine Sprecherin. Zwar sei der Reumannplatz als Hotspot bekannt, jedoch würden die Beamten primär auf Dialog setzen. Zu wenig für den Eissalon Tichy, der jetzt die Reißleine ziehen musste.