Tatverdächtiger flüchtete im
Leonie: 4. Afghane wird erst 2022 ausgeliefert
Wien/London. „Er wehrt sich derzeit gegen seine Auslieferung, wird aber am Ende des Tages keinen Erfolg haben“, ist sich der Anwalt von Leonies Eltern, Florian Höllwarth, sicher. Die Rede ist von Rasuli Z. (22), der seit dem grauenhaften Verbrechen an der Schülerin Leonie (13) per internationalem Befehl gesucht worden war, bis ihn Fahnder in London aufspürten.
Z. gilt als einer der vier Tatverdächtigen, die Leonie am 26. Juni in einer Wohnung in Wien-Donaustadt unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und erstickt haben sollen. Anschließend war Leonies Leiche einfach in einen Teppich gewickelt und am Straßenrand bei einem Baum abgelegt worden.
Ärmelkanal. Bisher war gerätselt worden, wie der 22-Jährige es bis Großbritannien geschafft hatte. Die britischen Medien Daily Mail und The Sun berichten nun, dass Rasuli Z. den Ärmelkanal auf einem Flüchtlingsboot überquerte. In Großbritannien angekommen, stellte der Afghane unter Angabe eines falschen Namen und falschen Einreiseorts am 18. Juli einen Asylantrag. Dann quartierte er sich in einem Ibis-Hotel im Stadtteil Whitechapel ein, wo ihn die britische Polizei am 29.Juli verhaftete und ins Wandsworth Gefängnis einlieferte. Am 3. September wurde er via Video-Schaltung einem Gericht vorgeführt. Der nächste Gerichtstermin ist für den 1. Oktober geplant. Seine Auslieferungsanhörung soll erst im Jänner 2022 stattfinden, was auch den Prozess in Österreich hinauszögert.