Haupttäter gab sich als "Ersthelfer" aus
Mordfall Leonie: So eiskalt vertuschten Afghanen die Horror-Tat
Wien. Die ganze Nacht auf den 26. Juni hatten bis zu vier Asylwerber die 13-jährige Leonie, die mit ihnen in eine Wohnung in der Erzherzog-Karl-Straße gekommen war, missbraucht.
Als sie mit dem Martyrium fertig waren und sich das Mädchen, das sie mit bis zu elf Ecstasy-Tabletten betäubt hatten und das sich vermutlich aufgrund eines Herzstillstandes nicht mehr rührte, trugen die zwei mutmaßlichen Haupttäter die Sterbende aus der Wohnung und legten sie in einem Grünstreifen nahe dem Gemeindebau ab.
Wie aus dem Ermittlungsbericht der Polizei hervorgeht trafen der 16-jährige Ali Sena H. und der 23-jährige, x-fach vorbestrafte Rasuli Z., den alle nur Boxer nennen dabei auf eine Zeugin. Schnell wechselten die jungen Männer die Rollen und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen, um sich als Ersthelfer zu präsentieren.
Zweiter Täter dürfte nach Italien geflüchtet sein
Der Jüngere begann sogar mit der Zeugin an Leonie eine Herzdruckmassage durchzuführen und die Rettung anzurufen. Gegenüber der Polizei, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass sie hier mit einem mutmaßlichen Täter sprach, sagte Ali Sena H.: „Ich bin hier zufällig vorbeigegangen und habe die Dame am Baum bemerkt. Sie reagierte nicht.“ Da habe er gehandelt.
Eine eiskalte Lüge, die entlarvt wurde, als die Kriminalisten einen Drogendealer als Hauptverdächtigen im Mordfall Leonie auf der Donauinsel festnahmen, der sich als eben jener emsige „Zeuge“ vom Grünstreifen entpuppte.
Der zweite mutmaßliche Vergewaltiger, Rasuli Z., wusste wohl, dass alles auffliegen würde – und setzte sich nach Italien ab. Von Freunden lieh er sich Geld, um sich ein Zugticket nach Graz oder Innsbruck zu kaufen. Von ihm fehlt trotz weltweiter Fahndung jede Spur.
Nach Tat zur Arbeit. Der dritte Mann und Wohnungsmieter, Amini „Haji“ I. (18), von dem noch nicht klar ist, ob er sich nicht auch an der Besucherin vergangen haben könnte, ging nach der Horror-Tat in seinen vier Wänden seelenruhig arbeiten – als Koch in einer Pizzeria.
Er und der 16-Jährige sitzen in U-Haft. Dort befindet sich auch ein vierter Verdächtiger, Sahel S., der möglicherweise aber „nur“ die Drogen brachte. Für alle vier gilt die Unschuldsvermutung.
Leonie in Wohnung mit Ecstasy betäubt
Erwürgt, erstickt, an eingeflößten Drogen kollabiert – woran starb Leonie wirklich?
Wien. Mit Gewalt an den Händen gepackt und von mindestens zwei Männern vergewaltigt, die ihr mit den Knien am Brustkorb die Luft zu Atmen nahmen. Um sie völlig gefügig und wehrlos zu machen, gaben sie der 13-Jährigen bis zu elf (teils in einem Getränk aufgelöste) Ecstasy-Pillen. Um sie wach zu bekommen, wurden ihr Milch und Joghurt eingeflößt, danach setzten sie sie unter die kalte Dusche. Doch die Atmung wurde immer langsamer. Doch statt sofort die Rettung zu rufen, trugen sie die Sterbende einfach aus der Wohnung.
Die Staatsanwaltschaft fordert ein detailliertes Obduktionsgutachten, um herauszufinden, woran Leonie wirklich starb. Den Tätern drohen, egal ob das Verbrechen als Mord oder Vergewaltigung mit Todesfolge gewertet wird, langjährige bis lebenslange Strafen. Hinterbliebenen-Anwalt Florian Höllwarth überlegt, die Republik zu klagen, weil drei der vier Peiniger schon längst abgeschoben hätten werden sollen und das Verbrechen dann nie geschehen wäre.