Stadt plant Angebot an Feierwütige

Party-Zone für die Jugendszene

Nach den Chaostagen in der ­City will die Stadt heute eine Lösung fürs Partyvolk finden.
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Wien. Die Ereignisse am Karlsplatz, wo die Polizei bewehrt mit Helmen und Schilden wie zu einer Straßenschlacht gegen die Party­szene anrückte, und vom Donaukanal, wo die Abgänge gesperrt wurden und serienweise Feierwütige ins Wasser purzelten, lösten in der Stadtregierung eine gewisse Schockstarre aus.

Erst als Bürgermeister Michael Ludwig am Sonntag twitterte, dass diese Vorgehensweise der Polizei nicht mit ihm abgesprochen gewesen sei, kam Schwung in die rot-pinke Regierungstruppe. Am Montag rückte SP-Sozialstadtrat Peter Hacker mit Kritik an der Polizei – und an „Idioten, die diverse Delikte begehen“ – aus.

Runder Tisch am Dienstag

Und für Dienstag ruft Vizebürgermeister und Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr zum Runden Tisch ins Rathaus: „Wir wollen den Jugendlichen ein Alternativangebot vorlegen, um Szenen wie am Wochenende künftig zu vermeiden“, lässt der Neos-Frontmann ÖSTERREICH ausrichten. Heute Mittag soll ein Ergebnis präsentiert werden – oberstes Ziel ist, der Partyszene in Wien ein halbwegs coronakonformes Feiern zu ermöglichen, das nicht damit endet, dass Hundertschaften der Polizei aufmarschieren und sich Anrainer über riesige Müllhalden empören, die am nächsten Tag zurückbleiben.

Insider gehen davon aus, dass die Stadt eine neue Partymeile präsentieren wird, die sicheres Feiern ermöglicht. Die Donauinsel würde sich anbieten ...

J. Galley