Generalsanierung
Schock für Wien-Touristen: Kaffeehaus-Ikone macht dicht
10.03.2026Ein Stück Wiener Kaffeehausgeschichte macht vorübergehend Pause. Das berühmte Café Central im Palais Ferstel schließt am Montag für eine große Generalsanierung. Für Stammgäste gibt es nur wenige Schritte entfernt bereits eine Ersatzadresse.
Das legendäre Café Central macht vorübergehend dicht. Ab 16. März schließt das berühmte Kaffeehaus im Palais Ferstel für eine umfassende Generalsanierung. Ausgerechnet in den Osterferien bleibt damit eines der beliebtesten Ziele für Wien-Touristen geschlossen.
Pop-up hat an der Freyung eröffnet
Während im Stammhaus gewerkt wird, läuft der Kaffeehausbetrieb an einer Ausweichadresse weiter. Im Palais Harrach an der Freyung hat bereits das Pop-up "Decentral" eröffnet. Dort serviert das Team weiterhin klassische Mehlspeisen des Traditionscafés, ergänzt um neue Kaffeevarianten mit Mandel-, Haselnuss- oder Vanillearoma sowie sommerliche Cocktails.
"Mit der Eröffnung des Decentral bleibt die Tradition des Café Central lebendig, während unser Stammhaus für eine umfassende Modernisierung vorübergehend schließt", sagt Palais Events Geschäftsführer Kay Fröhlich.
Auch ein großzügiger Gastgarten gehört zum Konzept des Übergangsstandorts. Innen trifft modernes Design auf klassische Kaffeehausatmosphäre. Serviert werden unter anderem Croissants, Tartes und belegte Focaccias.
Umbauarbeiten im Traditionshaus beginnen
Im Palais Ferstel stehen in den kommenden Monaten umfangreiche Arbeiten an. Vor allem Gebäudetechnik und Infrastruktur werden erneuert. Dazu zählen Heizung, Klima- und Lüftungsanlagen, Sanitär, Elektrotechnik und Brandschutz. Auch Küche und Produktionsbereiche erhalten eine Modernisierung. Alle Maßnahmen erfolgen im Einklang mit dem Denkmalschutz.
Die Wiedereröffnung des Café Central ist für Herbst 2026 geplant.
Berühmtes Kaffeehaus mit großer Geschichte
Das Café Central gehört zu den bekanntesten Kaffeehäusern der Stadt. Eröffnet wurde es 1876 im Palais Ferstel. Schon bald entwickelte sich das Lokal zu einem Treffpunkt für Intellektuelle und Künstler. Literaten wie Arthur Schnitzler und Stefan Zweig sowie Psychoanalytiker Sigmund Freud zählten zu den Gästen.
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Nach einer langen Schließung während des Zweiten Weltkriegs kehrte das Café 1986 zurück. Heute strömen jährlich rund 480.000 Gäste in das traditionsreiche Kaffeehaus.