Rassismus-Attacke
Wiener randaliert wild im Gemeindebau
01.05.2026Der 55-Jährige drehte völlig durch: Zunächst besprühte er die Wohnungstür seines Nachbarn mit Pfefferspray, dann attackierte er die Cops mit dem Reizstoffsprühgerät.
Wien. Die wilden Szenen spielten sich am Mittwochnachmittag in einem Gemeindebau auf der Atzgersdorfer Straße im 13. Bezirk ab. Gegen 17.30 Uhr drehte ein Wiener (55) völlig durch und beschimpfte im Stiegenhaus seinen Nachbarn, einen 30 Jahre alten Tunesier, aufgrund seiner Hautfarbe und Herkunft rassistisch. Zudem bedrohte er den 30-Jährigen.
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Mutter und Kind atmeten Reizstoffe ein
Als der Tunesier in seine Wohnung ging, besprühte der 55-Jährige die Wohnungstür des Mannes mit Pfefferspray. Wenig später wollten die Ehefrau des 30-Jährigen und der sieben Jahre alte Sohn in die Waschküche des Mehrparteienhauses und verließen die Wohnung. Die Mutter und das Kind atmeten die Reizstoffe ein und litten plötzlich unter Atembeschwerden.
Der Familienvater alarmierte daraufhin sofort die Rettung und Polizei. Glücklicherweise konnten die Sanitäter keine Verletzungen bei Mutter und Sohn feststellen. Daraufhin suchten die Uniformierten die Wohnung des 55-Jährigen auf. Der Wiener öffnete die Tür, sprühte den Beamten unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht und schloss sich anschließend in seiner Wohnung ein.
Zwei Cops verletzt
Die beiden verletzten Cops wurden notfallmedizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. "Weiteren Einsatzkräften gelang es schließlich, den Mann dazu zu bewegen, die Wohnung zu verlassen. Der 55-Jährige gab an, das Pfefferspray nicht gegen die Beamten, sondern gegen seinen Nachbarn eingesetzt haben zu wollen, den er vor der Tür vermutet hatte", so die Wiener Polizei in einer Aussendung.
Der Wiener wurde wegen des Verdachts des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, der schweren Körperverletzung und der versuchten Körperverletzung sowie aufgrund verwaltungsrechtlicher Bestimmungen angezeigt.
Auch der Tunesier kassierte eine Anzeige wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung. Gegen beide Männer wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.