Affären

Neos-Politiker wollte dieser Grünen "ins G'sicht hupfen"

10.04.2026

Tiefer Umgangston im Hohen Haus: Im parlamentarischen Tourismus-Ausschuss kam es zum Eklat zwischen zwei Tiroler Abgeordneten. Ein NEOS-Mandatar musste sich für seine Ausdrucksweise entschuldigen.

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© TZOe Wolak
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In Tirol geht„s schon mal etwas deftiger zur Sache - doch dass der Neos-Mandatar Dominik Oberhofer im parlamentarischen Tourismus-Ausschuss zu weit gegangen ist, das weiß er wohl auch selbst.

“Ins G'sicht hupfen“

Am vergangenen Donnerstag hat er gegenüber Barbara Neßler, seiner Tiroler Landsfrau von den Grünen, kundgetan: „Am liebsten würde ich dir über den Tisch ins G'sicht hupfen.„ Oberhofer will den Satz vor sich “hergegrummelt„ haben - und entschuldigte sich laut TT dann auch. Oberhofer zu oe24: “Frau Neßler hat in der Ausschusssitzung drei Mal die Unwahrheit gesagt, was die Genehmigung von Saisonnier-Kontingenten unter Schwarz-Grün betrifft. Es stimmt einfach nicht, dass damals alles gut gelaufen ist. Jemand, der nicht in der Branche gearbeitet hat, weiß gar nicht, welche dramatischen Auswirkungen das hatte. Da hat mich einfach die Wallung übermannt, als ich das richtigstellen wollte."

© APA/EXPA/JOHANN GRODER

Nun, Oberhofers Untergriff war sogar dem vorsitzführenden FPÖler Christoph Steiner zu viel. Dabei ist der - ebenfalls Tiroler - ansonsten selbst kein Kind von Traurigkeit, wenn es um Verbalinjurien geht. Nicht in diesem Fall: “Ich bin kein Verteidiger der Grünen, aber so eine Aussage geht nicht, schon gar nicht gegenüber einer Frau.„

Neßler selbst zeigte sich gegenüber oe24 am Freitag nach wie vor entsetzt über den tiefen Umgangston im Hohen Haus: “Ich bin in den sozialen Netzwerken täglich mit Hass und Beschimpfungen konfrontiert – von Männern, die glauben, über Frauen bestimmen zu können. Davon lasse ich mich nicht einschüchtern, auch nicht von Aussagen wie jenen von Kollegen Oberhofer.„ Solche Angriffe zeigten, “wie viel noch zu tun ist. Ich werde deshalb nicht leiser, im Gegenteil. Sie bestärken mich darin, weiter daran zu arbeiten, dass keine Frau so etwas erleben muss.„