Klubstärke in Griffweite
BZÖ-Hagen wechselt zu Stronach
Der zum Team Stronach gewechselte bisherige BZÖ-Mandatar Christoph Hagen hat seinen Wechsel mit "Frustration" begründet. Die Vorarlberger Landesgruppe sei von Bündnis-Chef Josef Bucher "im Stich gelassen" worden, sagte er am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien. Obwohl die Partei des Milliardärs mit Hagen nun bereits fünf aktive Abgeordnete aufweisen kann, wird noch kein Klubstatus beantragt. Denn bis Ende Oktober rechne man ohnehin mit weiteren Wechseln aus dem orangen Lager, womit man fünf Mandatare aus der gleichen Wahlpartei hätte - was automatisch Klubstatus bedeuten würde.
Auf der nächsten Seite der Live-Ticker zum Nachlesen!
11:20: Damit ist die Pressekonferenz zu Ende.
11:16: Lugar: "Ende des Monats wollen wir den Klubstatus erreichen."
Hagen: "Habe Bucher nicht persönlich informiert, habe meine Gründe dafür."
11:14: Stronach geht heute seinen Tätigkeiten nach, "er hat viele Firmen um die er sich kümmern muss. Stronach ist heute in Kanada."
11:12: "Wir wollen einen Klub gründen und dann wollen wir zur Wahl hin immer breiter werden, wir werden dann all jene einsammeln die für Österreich arbeiten wollen. Vier ÖVP-Abgeordnete haben Interesse, eine Person haben wir aber bereits abgelehnt. Wir wollen unbelastete Abgeordnete, die findet man eher auf den Hinterbänken."
11:09: Lugar: "Es gibt auch von der ÖVP einige die kommen wollen. Auch von der FPÖ gibt es einen der kommen möchte. Es werden aber 5 Abgeordnete vom BZÖ sein, damit wir Klubstatus erreichen."
11:06: Hagen: "Es ist kein Geld von Stronach an mich gefloßen."
Lugar: "Wir haben die Möglichkeit einen Klub zu gründen, wir wollen aber nicht von der Zustimmung der Parlaments-Direktion abhängig sein. Deswegen warten wir noch ein bisschen, wir erwarten aber in Kürze einen weiteren Abgeordneten. Ich kann keine Namen nennen, es gibt einige Gespräche und viel Frustration im BZÖ. Wir werden nicht mehr aktiv auf Leute zugehen."
11:04: "In den nächsten Wochen wird eine eigene Landesgruppe Vorarlberg gegründet. Ich habe dem Herrn Fauland nicht ins Gesicht gelogen, habe niemanden mein Ehrenwort gegeben." Hagen fühlt sich von den Medien falsch zitiert. Mittlerweile hat die Fragerunde der Journalisten gestartet.
11:02: "Die Mitglieder der Landesgruppe Vorarlberg fühlen sich von der BZÖ-Spitze in Stich gelassen. Auch Aussagen von BZÖ-Chef Bucher haben zu diesem Schritt geführt. Beim Team Stronach kann ich ungebremst arbeiten."
11:00: Frank Stronach ist heute nicht dabei. Lugar stellt das neue Mitglied des "Team Stronachs" vor. Hagen legt alle seine Funktionen beim BZÖ zurück, im Nationalrat und im Gemeinderat wird er verbleiben.
10:53: Hagen ist mittlerweile im Cafe Landtmann eingetroffen, zeigt sich gut gelaunt und plaudert mit seinem zukünftigen Kollegen Lugar.
10:50: Mit dem Wechsel von Hagen benötigt Stronach nur noch einen weiteren BZÖ-Abgeordneten um fix Klubstärke zu erlangen.
10:41: Hagen sei "ein Paradebeispiel für Wahrheit, Transparenz, Fairness Marke Stronach", spottete Fauland in Anspielung auf Aussagen Hagens, wonach er das BZÖ nicht in Richtung Stronach verlassen wolle. Hagen habe ihm noch gestern, "am Todestag Jörg Haiders", persönlich versichert, nicht zu wechseln, erklärte der Bündniskoordinator: "Jeder kann sich damit seine Meinung selbst bilden."
10:35: Nach seiner Ankündigung, ins "Team Stronach" wechseln zu wollen, ist der Nationalratsabgeordnete Christoph Hagen aus dem BZÖ ausgeschlossen worden, so Bündniskoordinator Markus Fauland.
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Klubstatus in Reichweite
Mit Hagen hat die Stronach-Partei fünf Abgeordnete im Nationalrat und könnte somit Klubstatus beantragen. Da es aber fünf Mandatare bedarf, die bei der letzten Wahl auf der selben Liste angetreten sind, um automatisch Fraktionsstärke zu erlangen, bräuchte es noch einen BZÖ-Abgeordneten, weil Stronach-Mandatar Gerhard Köfer aus der SPÖ kommt.
Fünfter BZÖler folgt
Hagen glaubt, dass dies kein Problem darstellen wird: "Ich gehe davon aus, dass noch ein fünfter BZÖler wechseln wird." Dass er nach FPÖ und BZÖ nun schon der dritten Partei angehören wird, ist für den Neo-Stronach-Politiker nichts besonderes: "Es ist nicht mehr so, dass man von der Wiege bis zur Bahre ein- und derselben Partei angehören muss."
Geld hat Hagen eigenen Angaben zu Folge von Stronach nicht erhalten: "Gar nichts. Ich bin vor einiger Zeit auf ihn zugegangen, weil mir seine Linie gut gefällt." Darunter versteht Hagen unter anderem, dass Stronach "mit Bill Clinton genauso wie mit der kleinen Putzfrau" spreche. In einer nächsten Etappe wird der bisherige BZÖ-Landesobmann Vorarlbergs nun eine Stronach-Landesgruppe in seinem Heimat-Bundesland aufbauen.
"So einen Blödsinn"
Dass Hagen zu Stronach wechselt, kommt nicht wirklich überraschend, war dies doch im orangen Bündnis zuletzt schon vermutet worden. Er selbst hatte sich freilich am Donnerstag noch in Dementis geübt: "Für mich ist das echt witzig. So einen Blödsinn kommentiere ich gar nicht mehr", sagte er am Donnerstag auf einen Wechsel zu Stronach angesprochen.