Stronach wollte BZÖ-Chef kaufen

500.000 Euro

Stronach wollte BZÖ-Chef kaufen

Stronach lockte mit Geldangebot - Er holte eine weitere Mandatarin.

Die Anschuldigungen gegen Frank Stronach erreichen jetzt einen neuen Höhepunkt: Er soll BZÖ-Chef Josef Bucher mit Geld gelockt haben.

Wien. Der Kampf der Parteien gegen Frank Stronach und seine Politik-Ziele wird jetzt richtig schmutzig. Nun steht erstmals ein konkreter Vorwurf im Raum: Der bald 80-jährige Milliardär soll nämlich BZÖ-Chef Josef Bucher eine halbe Million Euro geboten haben, um ihn zu einer „Zusammenarbeit“ zu motivieren (siehe Interview).
Kathrin Nachbaur, Leiterin des Stronach-Institutes, bestritt das umgehend: Stronach habe dem BZÖ-Chef im Februar 2012 lediglich eine „Wahlkampfunterstützung“ angeboten.

Lockangebote
Doch Bucher geht im Gespräch mit ÖSTERREICH noch weiter. Stronach, der Ende September seine Partei präsentieren will, werbe Mandatare mit konkreten Geldangeboten ab. Ihm sei von mehreren BZÖ-Mandataren berichtet worden, dass Stronach ihnen bei einem Wechsel 15.000 Euro monatlich angeboten habe.
Der BZÖ-Chef geht mit dem Neo-Parteichef hart ins Gericht: „Anstand und Charakter kann man nicht kaufen.“ Eine Anzeige plant er nicht: „Mir ist das völlig egal, die Polit-Söldner müssen das selbst verantworten.“

Wechsel
Bucher sprach die Vorwürfe just an dem Tag an, als BZÖ-Nationalratsabgeordnete Elisabeth Kaufmann-Bruckberger ihren Wechsel ins Stronach-Lager bekannt gab. Finanzielle Lockangebote oder ein garantiertes „Auffangnetz“ für ihr Engagement dementierte sie allerdings.

Mit ihr hat der Magna-Gründer bereits vier Nationalräte auf seiner Seite. Ebenfalls mit dabei: Gerhard Köfer, Erich Tadler und Robert Lugar.

Damit fehlt ihm nur mehr ein Mandatar für einen möglichen Klub-Status im Nationalrat. Noch vor der Parteigründung sollte das zu schaffen sein, gibt sich die Partei optimistisch. Stronach will bei der nächsten Nationalratswahl aus dem Stand 30 % holen.

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