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Babler und seine SPÖ sind wieder tief in der Umfrage-Krise

Nach dem Ende der Debatte um ihren Parteichef liegt die SPÖ umftragemäßig wieder am Boden - und Andreas Babler ist dort sowieso schön länger.

Hat allein die Chance auf einen neuen Parteivorsitzenden in Person von Ex-Kanzler Christian Kern die SPÖ vor einem Totalabsturz in den Umfragen bewahrt? Fast schaut es so aus. Denn nachdem Kern zurückgezogen hat - er wird beim Parteitag am 7. März nicht gegen Andreas Babler kandidieren - ist die SPÖ wieder auf ihrem schlechtesten Umfragewert ihrer Geschichte angelangt. Das zeigt die aktuelle Erhebung der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24.

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Konkret stürzt die SPÖ auf ihr Umfrage-Allzeit-Tief: Nur noch 17 % würden am kommenden Sonntag Rot wählen. So schlecht war die SPÖ zwar schon im Herbst 2025 gelegen, sie konnte sich dann aber zumindest ein bisschen erholen. Das ist nach Ende der Personaldebatte wieder vorbei.

Und nicht nur das. In der Kanzlerfrage der aktuellen Umfrage sieht man: Es geht noch schlimmer. Babler fällt hier sogar hinter die Chefinnen von zwei Kleinparteien zurück. Sowohl NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger als auch Grünen-Chefin Leonore Gewessler - sie kommen auf jeweils 8 % (+2) - liegen jetzt vor dem SPÖ-Chef, den nur 7 % in den Kanzlersessel verhelfen würden.

Das ist die aktuelle Kanzlerfrage

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Doch auch der ÖVP geht es eher bescheiden: Nach einem kurzen Höhenflug im Zuge der Rede von Kanzler Christan Stocker ist die Kanzlerpartei jetzt wieder bei blamablen 20 % angekommen. In der Kanzlerfrage kommt Regierungschef Christian Stocker auf 12 %, nicht eben ein Sonnenplatz.

Ampel aktuell ohne Mehrheit

Die Neos können sich zwar wieder auf 8 % erfangen. Mit diesen Umfragewerten bekommt man allerdings im Fall einer Wahl keine Regierungsmehrheit zusammen: Nur noch 87 Mandate hätte die Ampel bei einem solchen Wahlergebnis. Die Mehrheit im Nationalrat liegt bei 92 Sitzen, da fehlt also noch einiges.

Nummer 1 ist indes weiter die FPÖ mit 37 %. Und in der Kanzlerfrage erreicht Parteichef Herbert Kickl 33 %. Damit ist er fast so stark, wie alle anderen Parteiobleute zusammen.

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