Politik-Insider
Kickl setzt weiteren Rechtsrutsch in FPÖ um
Verengung. Die FPÖ positioniert sich unter Herbert Kickl als neuem FPÖ-Chef noch weiter rechts. Auch, dass Kickl den niederösterreichischen FPÖ-Chef Udo Landbauer als Stellvertreter nominiert hat, ist eindeutig als Zeichen zu verstehen.
Kickl versucht damit freilich auch in Richtung schlagender Burschenschafter zu blinken, die ihn als Nicht-Burschenschafter nicht unbedingt respektieren.
Seine mangelnde Abgrenzung gegenüber den als rechtsextrem eingestuften Identitären – er bezeichnet sie als „rechte NGO“ – dürfte ein Mix aus bewusster Provokation und Überzeugung sein. Während Kickl in seiner Zeit als FPÖ-General und Klubchef lange darauf setzte, der FPÖ ein moderater scheinendes Antlitz zu geben, setzt er seit seiner Entlassung als Innenminister 2019 ganz bewusst auf Verengung.
Was daran Überzeugung ist, daran scheiden sich in der FPÖ die Geister. „Er hat keine Ideologie, er macht das, was opportun erscheint, um seine Macht in der FPÖ auszubauen“, glaubt ein Burschenschafter.
Machtkampf in Blau nur aufgeschoben
Kritik. Ein langjähriger Stratege der Blauen meint hingegen: „Er glaubt mittlerweile seine eigenen Verschwörungstheorien, und das verengt uns zu sehr.“ Einige in der FPÖ glauben daher, dass der eigentliche Machtkampf in der FPÖ „nur aufgeschoben“ sei.