oe24 enthüllt neue SMS

"Du spielst unehrlich": So heftig stritten Kurz und Strache per SMS

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52 Seiten mit 274 SMS von Strache und Kurz aus 2019 liegen im U-Ausschuss.
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Wien. Es sind SMS und WhatsApps von Februar bis Mai 2019, die vor allem Einblick in die bereits mehr als gestörte Polit-Ehe zwischen ÖVP und FPÖ in diesem Zeitraum zeigen. Auf 52 Seiten sind 274 Nachrichten von Kanzler Sebastian Kurz, dem damaligen FP-Vizekanzler Heinz-Christian Strache und anderen Regierungsmitgliedern aufgelistet, die nun dem U-Ausschuss vorliegen, ÖSTERREICH berichtete. Politische „Bomben“ sind darin nicht enthalten. Dafür sieht man das wechselseitige Misstrauen immer deutlicher. Im März rangen ÖVP und FPÖ um eine ORF-Reform.

GIS-Gebühren und Misstrauen

Strache beharrt immer wieder darauf, dass er ein „Aus der GIS-Gebühren“ brauche. Einige SMS lässt Kurz unbeantwortet, wirft ihm dann aber vor, Geschichten darüber an Medien gesteckt zu haben. Strache gibt sich ahnungslos: „Ich weiß nicht, woher das kommt und bin ratlos.“

Der damalige VP-Kanzleramtsminister Gernot Blümel reagiert entnervt: „Hiermit stelle ich die Verhandlungen zum ORF-Gesetz ein! Wenn ihr mit der Öffentlichkeit verhandeln wollt, gerne, aber dann nicht mehr mit mir! So etwas habe ich nicht mal mit den Sozialisten erlebt“. Ex-FP-Innenminister Herbert Kickl schaltet sich per SMS ein: „Was verdammt nochmal ist da los??? Kann es sein, dass die SP da ein mieses Spiel treibt?“.

Konflikt über Identitäre: »So bringt das nichts«.

Die FPÖ-Nähe zu den Identitären lässt Kurz am 1. April schreiben: „Ich hoffe auf eine klare Position von Eurer Seite“. Und danach: „Ich hoffe, wir finden nach Ostern wieder ­einen ordentlichen Modus. So bringt das wirklich nichts“. Bald darauf wirft Kurz Strache erneut einen Leak an Medien vor: „Aber bitte verkauf mich nicht für ganz deppert“. Ibiza unterschätzte Strache am 16. Mai: „Halb so wild“.

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